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Methanderivate.
Hefezellen) Traubenzucker. Unter den Abbauprodukten des Glykogens findensich ähnliche Stoffe wie bei der Amylumhydrolyse (Maltose). Die empirische Zu-sammensetzung ist C 6 H 10 O 6 oder (i (C 6 H 10 O B ) 4- H 2 0 nach t'lautriau 1 ), welcherim getrockneten Pulver von Boletus edulis 20%, in Amanita muscaria 14%, imPulver von Saccharomyces 31% Glykogen fand.
Glykogen ist ein bei Pilzen, bei niederen Algen (Cyanophyceen), Bakterienund Protozoen weit verbreitetes, die Stärke vertretendes Kohlehydrat. Es kommtin Zellsaftvakuolen vor. Bei Pilzen wird es aufgespeichert und zum Wachstumder Fruchtträger und zur Sporenbildung aufgebraucht 9 ). In Sporen wird keinGlykogen gespeichert, wohl aber in Sklcrotien. Über seine Wanderuug ist nochwenig ermittelt. Bei Cyanophyceen ist es wahrscheinlich das erste nachweisbareAssimilationsprodukt. Auch in der grünen Euglenacee Colacium vesiculosumkommt es nach Errera vor, ebenso in Schwefelbakterien (Thiocystis violacea,Hinzes Amylin (s.d.) dürfte Glykogen sein). Nach Henneberg 8 ) entsteht esin den Hefezellen weder aus „Eiweiß, noch aus Pepton oder Fett", Glykogen-vakuolen sollen nicht existieren, „das Glykogen durchsetzt das Eiweiß".
In den lebenden Zellen bildet das Glykogen eine farblose, starklichtbrechende Substanz, die sich mit Jodjodkaliumlösung leuchtendrotbraun färbt. Die Intensität der Färbung ist um so stärker, je mehrGlykogen zugegen ist. Bei Anwesenheit von Spuren erhält man nureine braune, orange oder selbst gelbe Färbung. Man kann, wieL. Errera 4 ) zeigte, aus der Intensität der Reaktion auf die Mengedes anwesenden Glykogens schließen, doch muß man dann stets diegleiche Jodlösung benutzen (0,1 Jod, 0,3 Jodjodkalium, 45,0 Wasser).Selbstverständlich müssen die Präparate bei derartigen Vergleichsver-suchen direkt in das Reagens gelegt werden. Benutzt man stärkereJodlösungen, dann werden auch Spuren von Glykogen intensiver ge-färbt. Hat man auf ein in Jodjodkaliumlösung liegendes PräparatWasser einwirken lassen und zerdrückt man dann die Zellen, so daß
') C. Clautriau, Mem. de l'Acad. royal. de Belgiqne, 1895, L1II und:Etüde chim. du glycogene chez les Champignons et les levures, Brüssel, F. llayez,1H!I5, u.: Creighton, Microscop. researches of the formative proporty of glycogen,London 189(3.
") Eine abweichende Angabe macht Ch. Ternetz, die bei Ascophanuscarneus selbst nach zweimonatlichem Hungern keine Abnahme der äußerst ge-ringen Mengen von Glykogen beobachtete (Protoplasmabewegung und Frucht-körperbildung bei A. c. Pers., Jahrb. f. wiss. Bot., 1900, XXXV, S. 277). Beidiesem Pilze fanden sich* Körnchen, die eine Eigenbewegung besitzen, wederGerbstoff- noch Jodreaktionen geben, aber Kernfarbstoffe speichern.
3 ) W. Henneberg, Neuere Unters, über Eiweiß-, (Glykogen- und fett-hefezellen, Verh. 83. Nat. Vers. Karlsruhe, 1911, II, 1, S. 240.
4 ) L. Errera, Über den Nachweis des Glykogens bei Pilzen, Bot. Ztg., 1886,XLIV, S. 316 und: Sur le glycogene chez les Basidiomycetes, Mem. de l'Acad.d. Belg., 1885, XXXVII.