Hexoseii und Saccharosen.
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mit den Erfahrungen von Grüss 1 ), nach dem Invertinlösung in mitdichtem Plasma erfüllte Zellen gleichfalls schwer eindringt. Es bleibedahingestellt, ob das Eindringen durch starke Zellmembranen oderdurch dichtes Plasma erschwert wird, jedenfalls wird man in Fällen,in denen bei dreistündiger Einwirkung noch kein Rohrzucker nach-weisbar ist, zur Sicherheit einige Präparate 12, sogar 24 Stunden ingrößeren Mengen Invertinlösung belassen, der man als Antiseptikumeine Spur Thymol zusetzen kann. Nach Hoffmeister soll man stattInvertin auch Emulsin zur Spaltung benutzen können; nach meinenUntersuchungen dringt Emulsin aber noch schwerer in die Zellen ein.Glyzerin brachte als Inversionsmittel keine Vorteile.
In Präparaten, die neben Rohrzucker große Mengen Traubenzuckerenthalten, muß letzterer erst entfernt werden. „Die Schnitte werdendirekt in Schälchen mit konz., siedend-heißer Kupfersulfat-Seignettesalz-Natronlauge gebracht, so daß das Oxydationsmittel möglichst rasch undim großen Überschuß einwirken kann. Nach 1—2 Minuten ist dieGlukose quantitativ oxydiert" (Hoffmeister). Das gebildete Kupfer-oxydul läßt sich beseitigen, indem die Schnitte nach dem Abspülen mitsehr schwacher Weinsäurelösung in eine konz. erwärmte Magnesium-chloridlösung gebracht werden. Sie werden dann nochmals mit Wein-säurelösung abgespült und dürfen jetzt bei kurzem Aufkochen inFehlingscher Lösung keine Glykosen mehr anzeigen. Werden diesePräparate nun mit Invertinlösung und nachfolgend mit Fehling be-handelt, so zeigt ein Niederschlag Rohrzucker an. Mit der Invertin-methode läßt sich, wie Kontrollversuche mit Helianthus-Mark, das mitRohrzuckerlösuug injiziert war, ergaben, noch 0,01% Rohrzucker nach-weisen, sowie 0,5°/ 0 Rohrzucker neben 1 bis 5°/„ Traubenzucker.
Die im Vorstehenden angeführten Methoden verlangen eine kritischeBeurteilung. Bekanntlich sind viele Glykoside mehr oder weniger leichtspaltbar. Die Spaltung wird in erster Linie bei längerem Kochen, wiees beim Saccharosenachweis mit Fehlingscher Lösung geschehen muß,erfolgen, aber auch bereits beim kurzen Aufkochen eintreten. Aus diesemGrunde vermeidet Flückiger bei seinem Verfahren ein Erwärmen.Doch selbst bei längerem Verweilen der Präparate in den stark alkali-schen Reagentien bei Zimmertemperatur sind hydrolytische Spaltungenkeineswegs ausgeschlossen. Somit kann das Resultat bei allen Methodendurch glykosidischen Zucker modifiziert werden. Dies dürfte zuweilenauch beim Saccharosenachweis mit der Invertinmethode eintreten,wenigstens bei Anwesenheit von durch Invertin spaltbaren Glykosiden.
') J. Örü88, Über den ümsate der KohlehydrateDattel, Ber. deutseh. bot Ges., K»<)2, XX, S. 42.
bei
der Keimung der