Kupfev.
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Lenz 1 ) gebrauchte in neuerer Zeit ebenfalls diese Methode, indem erHämatoxylinlösung(l 0 / 0 LösunginAlkokol von 50Gewichtsprozenten)anwandte. Zusatz von Hämatoxylin zu einer alaunhaltigen Flüssigkeitfärbt diese intensiv blau, „während von Tonerde freie Flüssigkeitennur eine nach Violett spielende Rotfärbung zeigen". Diese Reaktion,die zum Nachweis von Aluminium in der Asche brauchbar ist, wirdsich wahrscheinlich auch für Gewebe benutzen lassen; sie ist empfind-licher als die Reaktion von Streng mit Kaliumbisulfat. MitKaliumbisulfat scheiden sich flache Oktaeder von Kaliumalaun ab, dieziemlich leicht löslich und oft anisotrop sind. H. Behrens hat 1881Caesiumchlorid als Reagens eingeführt. Zur Alaunlösung, die etwasfreie Schwefelsäure enthalten soll, wird ein Körnchen Caesiumchloridgebracht. Es gelangen farblose, tafelförmige Oktaeder von schwerlöslichem Caesiumalaun zur Abscheidung. Nach Schoorl-) eignet sicham besten Cäsiumchlorid, welches durch Spuren von Cäsiumalaun (alsImpfsubstanz, verunreinigt ist (1,0 Caesiumalaun in 1000000,0 Caesium-chlorid). Die Anwendung im Gewebe müßte erst erprobt werden 3 ).
Kupfer.
Da Kupferverbindungen im Boden häufig vorkommen, so sind die zahl-reichen Befunde über die Anwesenheit von Kupier in den Pflanzen erklärlich\Capsicum, Taraxacum, Vieia faba, Zea mays, Quereus, Odyendea gabunensis,Strychnos nux voinica u. a., s. auch Czapek, Biochemie, II, S. 856). Kupfer trittbesonders in Samen und Wurzeln, aber auch in den Blättern, im Stengel und«tamm auf. In Pflanzen, die auf stark kupferhaltigem Boden wachsen, soll siehKupfer in metallischer Form in den Gefäßen und Holzelementen vorfinden (Mac-Uougal). Das bisher Ermittelte über Lokalisation fußt auf makrochemischenArbeiten. Über die Art der Bindung des Kupfers in der Zelle sind wir nichtunterrichtet (Lehmann hat Kupfereiweißverbindungen angenommen).
Über den Nachweis in Geweben oder mit Schnitten liegen keineAngaben vor. Zum Studium wird es sich empfehlen, Pflanzen aufstark kupferhaltigen Böden zu ziehen. Über die Gegenwart von KupferWl rd man sich zuvor durch einige makrochemische Prüfungen unter-richten (Flammenreaktion, Lötrohrversuche, Aloinreaktion 4 ) u. a.). Endo-
*) W. Lenz, Nachweis von Alaun in Mehl und Brot, Apoth. Ztg., 1911,X *VI, S. 687.
'') N. Schoorl, Chem. Weekbl., 1911, VIII, S. 268; Ztschr. f. analyt. Chem.,19 H, S. 266.
) Das gegenwärtig im Handel befindliche Caesiumchlorid ist frei von Ton-* r de, das Reagens muß erst geimpft werden (W. Lenz, Briefl. Mitt).
*) Empfindlichkeitsgrenze 1:100000 (A. Beitter, Ber. deutsch, pharm.Ge s., 1900, X, S. 411).
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in a n n . Pflan/.enmikrochemie.