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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Bemerkungen über Reagentien und Reaktionen.

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röhr abhebt oder durch Dekantieren gewinnt. Kleine Spitzgläschensind recht geeignet zum Sedimentieren. Wenn erforderlich und an-gängig, wird die Stärke zuvor durch Kochen mit verdünnter Salzsäureverzuckert. Hart wich 1 ) hat einen kleinen Sedimentierapparat kon-struiert, der im wesentlichen aus 23 gut ineinanderpassenden, sichallmählich verjüngenden Glasröhrchen besteht. Die Röhrchen werdenineinandergeschoben, das mit Wasser oder einem anderen Medium an-geschüttelte Pulver eingefüllt und der Apparat in ein kleines Becher-chen gestellt. Nach dem Absetzen finden sich in den einzelnen Schichtender Flüssigkeitssäule die verschiedenen Elemente. Jedes Rohr wirdeinzeln mit seinem Inhalt abgehoben. Bei dem Absetzen spielt dieGröße der Elemente eine erhebliche Rolle, kleinkörnige Stärke erscheintin den oberen Schichten, großkörnige in den tieferen Schichten, ebensodie Oxalatkristalle. Der Hartwichsche Apparat ist recht empfehlens-wert und sehr preiswert (1,75 Fr.) zu beziehen von Niggli & Co.,Zürich III, Zollstraße 44.

Als direkte Kristallisationsiiiethode wollen wir die Methode be-zeichnen, bei der unter Deckglas der betreffende Körper aus Schnittenoder aus Pulvern mit einem geeigneten Medium gelöst wird und sichbei teilweiser oder gänzlicher Verdunstung des Lösungsmediums inkristallinischer Form abscheidet. Da die Kristalle in vielen Fällen zu-meist am Deckglasrande entstehen, so sind Identitätsreaktionen bequemauszuführen und die Methode kann an Stelle der Extraktion treten.Das Verfahren, das noch viel zu wenig benutzt wird, wurde vonMolisch wiederholt herangezogen, so beim Nachweis von Aloin, derAnthocyane und der Algenfarbstoffe, von Borodin beim Dulzitnachweisund leistete mir beim Nachweis von Sorbit, Methysticin, Hydrastin,Agaricinsäure, Juglon u. a. gute Dienste. Als Lösungs- und Kristalli-sationsmedien kommen nicht nur Wasser und Alkohol, sondern auchÄther, Azeton, Chloroform, Chloralhydrat u. a. in Betracht.

Als Abziehmethode sei an dieser Stelle ein Verfahren bezeichnet,das sich zum Nachweis von an der Oberfläche eines Objektes befind-lichen Substanzen benutzen läßt. Es kann bei aufgefärbten Gegen-ständen zur schnellen Ermittlung des benutzten Farbstoffes dienen.Wie mir einige noch nicht abgeschlossene Versuche zeigen, verdientdie Methode weitere Erprobung. Streicht man nämlich Kollodium aufeinen Objektträger und hebt es nach dem Erstarren ab, dann erhält manein vollkommen durchsichtiges Häutchen, falls der Objektträger trockenwar. An den Stellen, an denen der Objektträger Spuren von Feuchtig-

*) C. Hartwich, Die Sedimentiermethode, Schw. Wchschr. f. Ch. u. Ph.,W07, XLV, S. 544.

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