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4 (1921) Übungspräparate
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84
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84 Natrium chloratum. Natriumchlorid aus rohem Kochsalz.

Prüfung. Nach Zusatz von Essigsäure bis zur sauren Reaktionmuß durch Kaliumferrocyanidlösung ein rein weißer Niederschlagvon Bleiferrocyanid hervorgerufen werden; Kupfer würde einenroten Niederschlag von Kupferferrocyanid Cu 2 Fe(CN) 6 , Eiseneinen blauen Niederschlag von Berlinerblau Fe 4 [Fe(CN) 6 ] 3 geben.2(CH 3 COO) 2 Pb + Pb(OH) 2 + 2CH 3 COOH

= 3(CH 3 COO) 2 Pb-f-2H,<).

2(CH 3 COO) 2 Pb |- KjFeCGN), = Pb ? Fe(CN)_ e + 4CH 3 COOK .

Bleiferrocyanid

2(CH 3 COO) 2 Cu + K 4 Fe(CN) = CuFe(CN) + 4CH 3 COOK .4(CH 3 COO) 3 Fe + 3K 4 Fe(CN) 6 = Fe 4 [Fe(CN) 6 ] 3 + 12CH 3 COOK.

Stöchiometrische Aufgaben. 1. Wieviel Bleioxyd brauchen 300 gBleiacetat zur Bildung des basischen Blei-Vs-acetates ? 2. Wievielbasisches Blei- 2 / 3 -acetat erhält man aus 300 g Bleiacetat? 3. Wie-viel Prozent basisches Blei- 2 / 3 -acetat enthält hiernach der Blei-essig, vorausgesetzt, daß von dem angewandten Wasser nichtsverdunstet ist? 4. Wieviel Prozent Bleioxyd entspricht dies?

Resultate s. S. 109.

Natrium chloratum. Natrium Chlorid ausrohem Kochsalz.

Darstellung. Das rohe, gewöhnliche Kochsalz enthält inder Regel geringe Mengen Natriumsulfat und Magnesium-und Calciumsalze, die auf folgende Weise entfernt werden.250 g rohes Kochsalz löst man in 800850 g heißemWasser und filtriert. Zu dem heißen Filtrat fügt man solange kubikzentimeterweise Bariumchloridlösung (1 : 20),als noch ein Niederschlag erfolgt. Nachdem man die heißeMischung 1 Stunde auf dem Wasserbad hat absetzen las-sen, filtriert man ab und fügt zum heißen Filtrat so langeeine Lösung von reinem Natriumcarbonat (1 : 3), als nochein Niederschlag erfolgt. Nachdem man auch diese Mi-schung 1 Stunde auf dem Wasserbade hat absetzen lassen,filtriert man ab und macht das Filtrat mit Salzsäure sauer(Probe mit Lackmuspapier). Dann dampft man die Lösungauf dem Drahtnetz in einer Porzellanschale bis zur Trockne