Natrium chloratum. Natriumchlorid aus rohem Kochsalz.
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ein, zerreibt die trockene Masse gleichmäßigjind erhitzt sieim Sandbade so lange, bis der Geruch nach Chlorwasser-stoff verschwunden ist und ein feuchtes Streifchen blauesLackmuspapier nicht mehr gerötet wird.
Ist das Präparat dann noch nicht rein weiß, löst man esnoch mal in 800—850g heißem Wasser, filtriert und dampftwieder ein.
Chemischer Vorgang. Das Bariumchlorid fällt die an Natriumund Magnesium gebundene Schwefelsäure als Bariumsulfat:Na 2 S0 4 + BaCl 2 = BaS0 4 + 2NaCl,MgS0 4 + BaCl 2 = BaS0 4 + MgCl 2 ;
Das Natriumcarbonat fällt das jetzt an Chlor gebundene Magne-sium als Magnesiumcarbonat, das Calcium als Calciumcarbonat,das überschüssige Bariumchlorid als Bariumcarbonat:
MgCljj + Na 2 C0 3 = 2NaCl + MgC0 3 ,CaCl 2 + Na 2 C0 3 - CaC0 3 + 2NaCl,BaCl 2 + Na 2 C0 3 = 2NaCl + BaCCy,
Das überschüssige Natriumcarbonat wird durch die Salzsäure inNatriumchlorid übergeführt:
Na a C0 3 + 2 HCl = 2NaCl + C0 2 + H 2 0 .
Eigenschaften. Trockenes, kristallinisches Pulver, lös-lich in der dreifachen Menge Wasser, in heißem Wasser istes nur wenig mehr löslich als in kaltem; in Alkohol ist es un-löslich. Es färbt am Platindraht die nicht leuchtendeFlamme gelb, die wäßrige Lösung gibt nach dem Ansäuernmit Salpetersäure mit Silbernitrat einen weißen, käsigen,in Ammoniakflüssigkeit leicht löslichen Niederschlag.
Prüfung. Die gesättigte wäßrige Lösung soll klar und farblossein und neutral reagieren (Natriumcarbonat, freie Salz-säure). Durch ein Kobaltglas betrachtet, darf die gelb gefärbteFlamme höchstens vorübergehend rot gefärbt erscheinen (Ka-lium). Die wäßrige Lösung (1 : 20) darf weder durch Schwefel-wasserstoffwasser (Schwermetalle), noch durch Bariumnitrat-lösung (Schwefelsäure), noch durch verd. Schwefelsäure (Ba-rium), noch nach dem Übersättigen mit Ammoniakflüssigkeit