Druckschrift 
4 (1921) Übungspräparate
Entstehung
Seite
104
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

104

Zincum sulfuricum. Zinksulfat.

Zincum sulfuricum. Zinksulfat.

ZnS0 4 + 7H 2 0; Mol.-Gewieht 287,55.Ausgangsmaterial:75g Zink; Zn = 65.37;600 g verd. Schwefelsäure; H 2 S0 4 = 98,09.

Darstellung. 75 g eisenfreies Zink übergießt man ineinem Kolben mit 600 g verd. Schwefelsäure; nachdem dieEinwirkung in der Kälte beendet ist, erwärmt man auf demWasserbade so lange, bis eine Gasentwicklung nicht mehrzu bemerken ist. Man filtriert dann von dem noch unge-lösten Rückstand ab, dampft zur Kristallisation ein undwäscht die auf einem glatten Filter oder der Nutsche (S. 6)gesammelten Kristalle mit wenig kaltem Wasser einigemalnach; die Kristalle werden bei 2025° getrocknet. Aus-beute etwa 200 g.

Chemischer Vorgang. Zink löst sich in verd. Schwefelsäureleicht nach der Gleichung

Zn + H 2 S0 4 = ZnS0 4 + 2H .

Bei Anwendung von reinem Zink erhält man direkt ein reinesPräparat; das gewöhnliche Zink enthält aber als Verunreinigungmeist noch geringe Mengen Mangan, Eisen, Kupfer, Blei, Arsen,Zinn, Antimon, Cadmium, Schwefel; von diesen bleiben, wennman Zink gegenüber der Säure im Überschuß anwendet, wie es inder obigen Vorschrift der Fall ist, Kupfer, Blei, Cadmium, Zinnund Antimon als schwammige, grauschwarze Masse ungelöst zu-rück, da metallisches Zink diese Elemente aus ihren Lösungenausfällt. Arsen und Schwefel, zum Teil auch das Antimon, ent-weichen in Form ihrer flüchtigen Wasserstoffverbindungen; ausdiesem Grunde nehme man wegen der großen Giftigkeit desArsenwasserstoffes die Reaktion im Freien vor. Eisen undMangan hingegen bleiben in der Zinksulfatlösung als Ferrosulfatbzw. Mangansulfat gelöst. Um das Eisen 1 ) aus der Lösung zu ent-fernen, leite man in diese zunächst Chlorgas (Darstellung s. S. 21)

l ) Probe darauf: 5 ccm dürfen mit einigen Tropfen einer frisch bereite-ten Lösung von Kaliumferricyanid keine Blaufärbung geben: Formel sieheS. 75.