Druckschrift 
4 (1921) Übungspräparate
Entstehung
Seite
56
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

56 Hydrargyrum bichloratum. Quecksilberchlorid.

erwärmt auf dem siedenden Wasserbade unter bisweiligemUmrühren, bis der Kückstand 6465 g beträgt. DasFerrosulfat gibt allmählich von seinen 7 Molekülen Wasser6 ab; der Formel FeS0 4 + H 2 0 würde ein Kückstand von61,15% entsprechen; erhitzt man das Ferrosulfat direktim Wasserbad, erhält man ein schmutzig grauweißes Pul-ver, während obiges Verfahren ein weißliches Präparatliefert. Das fein zerriebene Salz bewahre man in gut ver-schlossenem Gefäße auf.

Eigenschaften. Getrocknetes Ferrosulfat bildet ein wei-ßes Pulver, das sich in Wasser langsam zu einer meist opa-lisierend getrübten Flüssigkeit löst. Es ist hygroskopisch.

Prüfung. Es entspreche hinsichtlich seiner Reinheit den anFerrosulfat gestellten Anforderungen. Gehaltsbestimmung s.Bd. III.

Stüchiometrische Aufgaben. 1. Wenn das kristallisierte Ferro-sulfat FeS0 4 + 7H 2 0 (Mol.-Gewicht 278,03) 6 Moleküle Wasserabgibt, wieviel Prozent Gewichtsverlust entspricht dieses ? 2. Wie-viel Prozent Eisen enthält ein Salz von der ZusammensetzungFeS0 4 + H 2 0, FeS0 4 + 1% H 2 0, FeS0 4 + 2H 2 0? Das Arznei-buch verlangt einen Gehalt von mindestens 30,2%; welcher Zu-sammensetzung entspricht dies also ungefähr?

Resultate s. S. 108.

Hydrargyrum bichloratum. Quecksilberchlorid.

HgCl 2 ; Mol.-Gewicht 270,0.Ausgangsmaterial:

a) 25 g Quecksilberoxyd; HgO = 216,0.35g 25proz. Salzsäure; HCl = 36,47.

b) 25 g Quecksilber; Hg = 200,0.

50 g 25proz. Salzsäure; HCl = 36,47.

25 g 25proz. Salpetersäure; HN0 3 = 63,02.

Darstellung, a) In einem Erlenmeyerkölbchen erhitztman 25 g Quecksilberoxyd mit 35 g 25proz. Salzsäure und70 g Wasser so lange, bis alles gelöst ist. Die heiße Lösung