Druckschrift 
4 (1921) Übungspräparate
Entstehung
Seite
66
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

GG

Kalium bromatum. Kaliumbromid.

Wie man aus diesen Gleichungen sieht, wird nur ein Teil desJods, praktisch gegen 20%, direkt in Jodoform umgewandelt.Aus der Mutterlauge läßt sich weiter Jodoform gewinnen, indemman von neuem Soda und Weingeist zusetzt und Chlor einleitet;dieses macht aus dem Jodnatrium Jod frei, das dann von neuemreagiert; ein Überschuß von Chlor ist hierbei zu vermeiden.

Eigenschaften. Jodoform bildet glänzende, hexagonaleBlättchen oder Tafeln oder ein kristallinisches Pulver vonzitronengelber Farbe; es riecht durchdringend, an Safranerinnernd, und ist schon bei gewöhnlicher Temperaturetwas flüchtig; es ist unlöslich in Wasser, löslich in 70 Tei-len Weingeist von 15°, 10 Teilen siedendem Weingeist, in10 Teilen Äther, ferner löslich in Chloroform, fetten Ölen,Kollodium, kaum in Glycerin. Beim Erhitzen entwickeltes Joddämpfe, es schmilzt bei 120°.

Prüfung. 1 Teil Jodoform muß, mit 10 Teilen Wasser 1 Minutelang geschüttelt, ein farbloses Filtrat geben (Pikrinsäure), dasdurch Silbernitrat sofort nur opalisierend getrübt (Jodide,Chloride), durch Bariumnitrat nicht verändert werden darf(Sulfate, Natriumcarbonat).

1 g Jodoform darf bei 24 stündigem Stehen über Schwefelsäurehöchstens 0,01 g an Gewicht verlieren (Feuchtigkeit).

Jodoform darf beim Glühen höchstens 0,1% Rückstand hinter-lassen (anorganische Verunreinigungen).

Kalium bromatum. Kaliumbromid.

KBr. Mol.-Gewicht 119,02.Ausgangsmaterial:(54 g Brom, Br = 79,92.25 g gepulvertes Eisen, Ee = 55,85.56 g Kaliumcarbonat, K 2 C0 3 = 138,20.

Darstellung. In einen Erlenmeyerkolben gibt man 25 ggepulvertes Eisen und 200 g Wasser und fügt dann inkleinen Anteilen unter guter Kühlung allmählich 48 g(=-16 ccm, Meßzylinder) Brom hinzu. Dann filtriere man