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4 (1921) Übungspräparate
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Jodoförmium. Jodoform.

Eigenschaften. Weißer Präcipitat bildet weiße Stückeoder ein weißes Pulver, das in Wasser fast unlöslich ist, sichin Salpetersäure beim Erwärmen unter Bildung von Mer-curinitrat leicht löst, HgClNH 2 + 2HK0 3 = Hg'(N0 3 ) 2+ NH 4 C1. Beim Erwärmen mit Natronlauge scheidetsich, unter Entwicklung von Ammoniak, gelbes Queck-silberoxyd ab (s. oben). Hg'ClNH 2 + NaOH = HgO + NH 3+ NaCl.

Prüfung. Übergießt man 0,2g fein zerriebenen Präcipitatmit 10 oem verd. Essigsäure, läßt 10 Minuten stehen und er-wärmt dann langsam auf 30°, muß vollkommene Lösung eintreten,Kalomel würde sich nicht lösen.

HgClNlL |- 2C1LCUÜH = (CH 3 C00) 2 Hg + NH 4 C1.

Beim Erhitzen muß sich Präcipitat unter Zersetzung ohne.zuschmelzen völlig verflüchtigen:

3HgClNH 2 = 3HgCl + N + 2NH 3 ;ein nicht flüchtiger Rückstand kann Kreide u.a. sein; der

s c h m e 1 z b a r e/NH.C1

Präcipitat

Hg <NH NH * C1

oder auch

H|

; \NH,C1

entsteht durch Fällen von Alembrothsalz HgCL

. 2NH 4 Cl mit Natriumcarbonatlösung oder durch Fällen einerammoniakalischen Ammoniumehloridlösung mit Quecksilber-chloridlösung.

Stöchionictiische Aufgaben. 1. Wieviel Präcipitat erhält manaus 20 g Quecksilberchlorid und 2. wieviel lOproz. Ammoniak-ilüssigkeit ist theoretisch hierzu nötig?

Resultate s. S. 109.

Jodoförmium. Jodoform.

CHJ 3 . Mol.-Gewicht 393,77.Ausgangsmaterial:30 g kristallisiertes Natriumcarbonat;'20 g Weingeist;10 g Jod.