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4 (1921) Übungspräparate
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78
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78 Liquor Ferri sulfurici oxydati. Ferrisulfatlösung.

zum Teil wieder zu Salpetersäure und salpetriger Säure oxydiertwird, die dann wieder oxydierend wirken.NO + 0 = N0 2 ,2N0 2 + H 2 0 = HN0 3 + HN0 2 .

Eigenschaften. Klare, dickliche, bräunlichgelbe Flüssig-keit, die 10% Eisen enthält; spezifisches Gewicht 1,428 bis1,430. Nach dem Verdünnen mit Wasser gibt sie mit Ba-riumnitrat den weißen Niederschlag von Bariumsulfat, mitKaliumferroCyanid den Niederschlag von Berlinerhlau.

Fe 2 (S0 4 ) 3 + 3Ba(N0 3 ) 2 = 3BaS0 4 + 2Fe(N0 3 ) 3 ,2Fe 2 (S0 4 ) 3 + 3K 4 Fe(CN) 6 = Fe 4 [Fe(CN) 6 ] 3 + 6K 2 S0 4 .

Prüfung. Ein mit Jodzinkstärkelösung befeuchteter Papier-streifen darf bei Annäherung an die erwärmte Flüssigkeit sichnicht blau färben (salpetrige Säure) HJ + HN0 2 = J + NO+ H 2 0.

3 Tropfen Ferrisulfatlösung, mit 10 ecm V n.-Natriumthio-sulfatlösung langsam zum Sieden erhitzt, müssen beim Erkalteneinige Flöckchen Eisenhydroxyd abscheiden. Das lege artis be-reitete Präparat enthält etwas basisches Ferrisulfat; beimKochen mit Natriumthiosulfatlösung bildet nur das in ihm vor-handene Ferrisulfat violett gefärbtes Ferrithiosulfat Fe 2 (S 2 0 3 ) 3 ,das beim Erwärmen zerfällt in Ferrothiosulfat FeS 2 0 3 und Ferro-tetrathionat FeS 4 0 6 ; das Ferrihydroxyd scheidet sich in Flöck-chen aus. Enthält die Lösung dagegen freie Säure, löst sich dasEisenhydroxyd auf und Schwefel scheidet sich milchig ab.I , e a (S0 4 ) 3 + 3NaS,0 3 = Fe 2 (S 2 0 3 ) 3 + 3Na 2 S0 4 .Fe 2 (S0 3 ) 3 = FeS,0 3 + FeS 4 0 6 .Na 2 S 2 0 3 + H 2 S0 4 = Na 3 4 + S0 2 + S + H 2 0 .

In dem mit 10 Teilen Wasser verdünnten und mit Schwefelsäureangesäuerten Präparate darf Kaliumferricyanidlösung eine blaueFärbung nicht hervorrufen (Ferrosalz).

5 ccm Ferrisulfatlösung, mit 20 ccm Wasser verdünnt und mitAmmoniak ausgefällt, müssen ein farbloses Filtrat (Kupfer)geben, das, nach Übersättigen mit Essigsäure, weder durch Silber-nitrat (Chloride), noch durch Kaliumferrocyanid (Zink) verän-dert wird und beim Verdampfen und Glühen einen wägbaren Rück-stand (Alkalisalze) nicht hinterläßt. Zink gibt zunächst unlös-liches ZinkferrocyanürZn 2 Fe(CN) 6 , das mit überschüssigem Ferro-