Liquor Ferri sulfurici oxydati. Ferrisulfatlösung. 77
Liquor Ferri sulfurici oxydati. Ferrisulfat-lösung.
Gehalt 36% wasserfreies Ferrisulfat Fe 2 (S0 4 ) 3 , entsprechend10% Fe .Ausgangsmaterial:
160 g Ferrosulfat; FeSO„ + 7H 2 0 = 278,03;30 g Schwefelsäure; H 2 S0 4 = 98,09;44 g Salpetersäure, HN0 3 = 63,02.
Darstellung. In einem Kolben erhitzt man auf demWasserbade 160 g Ferrosulfat, 80 Teile "Wasser, 30 gSchwefelsäure und 44 g Salpetersäure, bis die Mischungeine braune Farbe angenommen hat, und 1 Tropfen, mit5 ccm Wasser verdünnt, durch frisch bereitete Kalium-ferricyanidlösung nicht mehr blau gefärbt wird, also keinFerrosalz mehr vorhanden ist. Die Flüssigkeit wird als-dann in einer gewogenen Porzellanschale auf dem Wasser-bade auf rund 200 g abgedampft. Der Rückstand ist so oftmit Wasser zu verdünnen und wieder auf 200 Teile einzu-dampfen, bis alle Salpetersäure entfernt ist. Ist dieses er-reicht, verdünnt man die Flüssigkeit vor dem Erkaltenmit Wasser auf 320 g.
Man prüft auf die Salpetersäure, indem man 1 ccm derLösung mit 1 ccm konz. Schwefelsäure versetzt und dannmit 1 ccm Ferrosulfatlösung überschichtet, es darf sichkeine braune Zone mehr bilden; vgl. Bd. III.
Chemischer Vorgang. Das Ferrosulfat wird durch die Salpeter-säure und Schwefelsäure zu Ferrisulfat oxydiert:6[FeS0 4 + 7H 2 0] + 3H 2 S0 4 + 2 HNO,
= Fe 2 (S0 4 ) 3 + 2NO + 46H 2 0 .
Obgleich die oben vorgeschriebene Menge Salpetersäure nachdieser Gleichung zur Oxydation nicht ausreichen würde (s. untenAufgabe), findet doch nicht nur vollständige Oxydation statt, son-dern es ist auch nach Beendigung des Prozesses noch etwas freieSalpetersäure vorhanden; dies kommt daher, daß das Stickoxyd