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Liquor Ferri sesquiohlorati. Eisenchloridlösung.
Eine Mischung von 1 ccm Eisenchloridlösung und 3 ccm Zinn-chlorürlösung darf innerhalb 1 Stunde keine dunklere Färbung an-nehmen (Arsen, 2H 3 As0 4 + 5SnCl 2 + 10HCl = 2As + 5SnCl 4+ 8H 2 0); das Zinnchiorür reduziert das Ferrichlorid zu dem fastfarblosen Eisenchlorür, 2FeCl 3 + SnCl 2 = 2FeCl 2 + SnCl 4 .
In einer Mischung von 1 ccm Eisenchloridlösung, 10 ccm Wasserund 5 Tropfen Salzsäure darf Kaliumferricyanidlösung keineblaue Färbung hervorrufen (Ferrochlorid; vgl. S. 75).
5 ccm Eisenchloridlösung verdünne man mit 20 ccm Wasser,fälle das Eisen mit Ammoniak aus und filtriere; das Filtrat seifarblos (Kupfer) und werde nach dem Ansäuern mit Essigsäurenicht verändert durch:
Bariumnitratlösung (Schwefelsäure, (NH 4 ) 2 S0 4 + Ba(N0 3 ) 2= BaS0 4 + 2NH 4 N0 3 ), noch durch
Kaliumferrocyanidlösung (Zink, Kupfer).
2ZnCl 2 + K4Fe(CN) 6 = Zn a Fe(CN) 6 + 4 KCl,2CuCl 2 + K 4 Fe(CN) 6 = Cu 2 Fe(CN) 6 + 4 KCl.
Werden 2 ccm dieses Fütrates mit 2 ccm Schwefelsäure ge-mischt und die Mischung nach dem Erkalten mit 1 ccm Ferro-sulfatlösung überschichtet, so darf sich zwischen den beiden Flüs-sigkeiten keine gefärbte Zone bilden (Salpetersäure, salpetrigeSäure, vgl. S. 75).
. 5 ccm des Filtrates dürfen beim Verdampfen und Glühen keinenRückstand hinterlassen (Alkalien, Erdalkalisalze).
Gehaltsbostimmung s. Bd. III. Neben der jodometrischenBestimmung führe man auch die gewichtsanalytische aus. 20 ccmder Verdünnung (5 g Liquor ad 100 ccm) verdünne man mit etwa100 g Wasser, erhitze zum Sieden und fälle mit Ammoniak, fil-triere, wasche mit heißem Wasser 4—5 mal aus und glühe Nieder-schlag und Filter im Platintiegel. Wieviel Gramm Eisenoxydmuß ein Präparat mit genau 10% Fe-Gehalt hinterlassen?
Auflösung:
Fe 2 : Fe 2 0 3 = 0,1 : x .2 • 55,85 : 159,70
x = 0,143 g Fe a 0 3 .
Slöchiometrische Aufgabe. Wieviel Prozent Eisenchlorid FeCl 3enthält der Liquor Ferri sesquichlorati ?
Resultat s. S. 109.