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Hydrargyrum bijodatum. Queoksilberjodid.
da überschüssiges Jodkalium das Quecksilberjodid in die in Wasser
leicht lösliche Verbindung HgJ 4 K 2 überführt — HgJ 2 +2KJ= Hg.T 4 K 2 —, andererseits ein Überschuß von Quecksilberchloriddie Bildung von in Wasser schwer löslichem Quecksilberjodid-quecksilberchlorid — HgJ 2 .+ 2HgCl 2 = HgJ 2 • 2HgCl 2 — be-wirkt, so sind die vom Arzneibuch und in obiger Vorschriftangegebenen Gewichtsverhältnisse, 4 Teile Quecksilberchloridauf 5 Teile Jodkalium, genau einzuhalten. Für i g ilgCI., sindtheoretisch etwas weniger (s. unten) als 5 Teile KJ nötig; dasArzneibuch läßt auf Kosten der Ausbeute 1—2% Jodkalium mehrnehmen als nötig ist, um die Bildung von Quecksilberjodidqueck-silberchlorid sicher zu vermeiden. Der durch die ersten Anteilevon Jodkaliumlösung gefällte Niederschlag von Queoksilberjodidlöst sich beim Umrühren stets wieder auf, weil Qnecksilberjodidin viel Quecksilberchlorid löslich ist; bei weiterem Zufügen vonJodkaliumlösung, die das Quecksilberchlorid zersetzt, bleibt derNiederschlag von IlgJ 2 bestehen.
Beim Trocknen überschreite man die Temperatur von 60—70°nicht, da bei höherer Temperatur das Präparat etwas mißfarbigwird; auch trockne man es nicht im direkten Sonnenlicht, dadieses zersetzend einwirkt.
Eigenschaften. Quecksilberjodid ist ein scharlachrotesPulver; bei 150° geht es in eine gelbe Modifikation über,die bei 200 ° schmilzt und bei weiterem Erhitzen als gelbesSublimat sich an die Gefäßwandung ansetzt. Allmählichgeht die gelbe Modifikation von selbst, schneller beim Eei-ben mit einem Glasstab wieder in die rote über. Queok-silberjodid löst sich in 250 Teilen kaltem, in 40 Teilen sie-dendem Weingeist; in Wasser ist es fast unlöslich.
Prüfung. Beim Erhitzen im Glühröhrchen sei Quecksilberjodidvollkommen flüchtig, Chlorkalium würde zurückbleiben.
Die erkaltete weingeistige Lösung sei farblos (Quecksilber-jodür, Quecksilberoxyd, Mennige, Zinnober bleiben un-gelöst zurück) und röte mit Wasser angefeuchtetes Lackmus-papier nicht (Quecksilberchlorid reagiert sauer).
Man schüttle Quecksilberjodid mit Wasser, das Filtrat darfdurch Schwefelwasserstoff nur schwach dunkel gefärbt und durchSilbernitrat nur schwach opalisierend getrübt werden (Sublimat.Kaliumchlorid). Eine schwache Trübung tritt hier stets ein, da