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4 (1921) Übungspräparate
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Hydrargyrum bijodatum. Quecksilberjodid.

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HgCl a erhaltenen Niederschlag von HgS auf einem bei 100° ge-trockneten und gewogenen Filter; man leite den Schwefelwasser-stoff in die nicht erwärmte Lösung, weil dann das HgS feinflockigausfällt und sich leichter mit Wasser auswaschen läßt. Auchkann man die Methode anwenden, wie sie das Arzneibuch bei denSublimatpastillen vorschreibt, s. Bd. III.

Stöchiometrischc Aufgaben. 1. Wieviel Quecksilberchlorid er-hält man aus 25 g Quecksilberoxyd und wieviel 25proz. Salzsäureist hierzu nötig? 2. Wieviel 25proz. Salpetersäure und 25proz.Salzsäure ist zum Lösen von 25 g Quecksilber theoretisch nötig,und wieviel Gramm Sublimat erhält man?

Resultate s. S. 108.

Hydrargyrum bijodatum. Quecksilberjodid.

HgJ 2 ; Mol.-Gewicht 453,8.Ausgangsmaterial:16 g Quecksilberchlorid; HgCl 2 = 270,9.20 g Kaliumiodid; KJ = 166,02.

Darstellung. 16 g Quecksilberchlorid löse man unter Er-wärmen in 320 g Wasser und lasse die Lösung erkalten;ist sie nicht ganz klar, filtriere man sie durch ein kleinesglattes Filter, das man dreimal mit etwas Wasser nach-wäscht. Die 20 g Jodkalium löse man in 60 g Wasser undgieße diese Lösung unter Umrühren in die Sublimatlösung.Nachdem der rote Niederschlag von Quecksilberjodid sichabgesetzt hat, dekantiert man die überstehende Chlor-kaliumlösung (s. unten), sie jedesmal durch Wasser wiederersetzend, bis dieses mit Silbernitrat keine Chlorreaktionmehr gibt. Dann wird der Niederschlag auf einer Nutscheoder einem glatten Filter gesammelt, noch einigemal mitWasser ausgewaschen und bei 70° getrocknet. Die Aus-beute beträgt ungefähr 26 g.

Chemischer Vorgang. In wäßriger Lösung wirken molokulareMengen von Quecksilberchlorid und Jodkalium gegenseitig einunter Bildung von Quecksilberjodid und Chlorkalium,HgCl 2 + 2KJ = HgJ 2 + 2 KCl;