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4 (1921) Übungspräparate
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57
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Hydrargyrum bichloratüm. Quecksilberchlorid. 57

wird filtriert und der Kristallisation überlassen; die ab-geschiedenen Kristalle sammle man auf der Nutsehe odereinem glatten Filter, wasche sie einige Male mit Wassernach und trockne sie zwischen Fließpapier in einem vorSchwefelwasserstoff geschützten Kaume bei 3040°.

b) Das Quecksilberchlorid läßt sich auch darstellendurch Auflösen von metallischem Quecksilber in Königs-wasser. Man erhitzt unter dem Abzüge 25 g Quecksilberin einem Erlenmeyerkolben mit 50 g 25proz. Salzsäureund gibt in kleinen Anteilen 25 g 25proz. Salpetersäurehinzu; sobald alles Quecksilber gelöst ist, dampft man zurEntfernung noch vorhandener geringer Mengen Salpeter-säure unter bisweiligem Zusätze einiger KubikzentimeterSalzsäure auf dem Wasserbad bis fast zur Trockne ein,nimmt den Rückstand mit 90100 g heißem Wasser auf,filtriert und läßt kristallisieren. Die ausgeschiedenen Kri-stalle werden wie oben weiterbehandolt.

Chemischer Vorgang, a) Quecksilberoxyd wird von Salzsäuregelöst unter Bildung von Quecksilberchlorid und Wasser:HgO + 2 HCl = HgCl 2 + H a O .

b) Königswasser löst Quecksilber unter Entwicklung von Stiek-oxyd NO nach folgender Gleichung:

3 Hg + 6 HCl + 2HN0 3 = 3HgCl 2 + 4H 2 Ü + 2 NO .

Eigenschaften. Quecksilberchlorid bildet schwere, weiße,durchscheinende, rhombische Kristalle oder strahlig kri-stallinische Stücke; beim Ritzen mit dem Fingernagel gebendiese einen weißen Strich (Kalomel gibt einen gelbenStrich). Es löst sich in 16 Teilen Wasser von 15 °, in 3 Tei-len siedendem Wasser, in 3 Teilen Weingeist, in etwa17 Teilen Äther; beim Erhitzen im Probierrohr schmilzt esund verflüchtigt sich dann vollständig. Die Lösung inWasser rötet Lackmuspapier, nach Zusatz der genügen-den Menge Chlornatrium reagiert die Lösung neutral