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2 (1854)
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Semen Sinapis. — Semen Stramonii.

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beim Stossen Nase und Mund verbinden. Zur Darstellung des Veratrins und behufsDarstellung eines weingeistigen Auszuges , welcher das am schnellsten wirkendeMittel gegen Kopiungeziefer bei Kindern ist, kann man den Samen auf einer be-sonderen Kaffeemühle oder einer Schrotmühle verkleinern.Hexandria Irigynia, Cl. VI, Ord. 3.

Semen Sinapis. (Schwarzer «Senffanten.

Sinapis nigra Linn. Cruciferae.

Kleine, kugelförmige, braune, sehr scharfe Samen. Man ver-wechsele sie nicht mit den Samen der Kohlarten (Brassicae), welchegrösser oder minder scharf sind. Eine einjährige Pflanze, im west-lichen Deutschland wild wachsend, bei uns gebaut.

Der Gegensatz, in Germania occidentali und apud nos, ist wohl nicht ge-rechtfertigt, denn Prcussen, worauf sich apud nos beziehen soll, liegt doch auchim westlichen Deutschland, und zwar mit dem Regierungsbezirk Trier geradeam allerweitesten nach Westen. Wenn apud nos Berlin bedeuten soll, so istzwar der Gegensatz gerechtfertigt, allein dann den übrigen Staatsangehörigendoch zu stark abrogirt.

Der schwarze Senfsamen wird als Kataplasma zum Rothmachen und Blasen-ziehen angewendet. Er muss zu diesem Zwecke gestossen sein, allein nicht zu langein diesem Zustande aufbewahrt werden, weder mit der Zeit die roth machende Eigen-schaft verliert, wenn er verkleinert ist. Den kleinen Vorrath gröblichen Pulversbewahre man in einer Blechbüchse. Bekanntlich entsteht die flüchtige Schärfeerst durch Einwirkung von Wasser auf mehrere Bestandteile des Senfes; wennaber einer derselben, etwa der Schwefelgehalt des Senföls, durch den Sauerstoffder Luft oxydirt wäre, so würde auch die Entwickelung der reizenden Stoffenicht mehr möglieh sein. Es ist deshalb immer am gerathensten, den Senf-samen erst gleich vor der Verabreichung zu pulvern.

Tetradynamia Siliquosae, Cl. XV, Ord. 2.

Semen Stramonii 8tc^apfctfanten.

Datum Stramonium Linn. Solaneae.

Nierenförmige, feingrubig scharfe, schwarze, innen weisse Sa-men - Sie sind im Monat August und September von der oben ge-nannten, in Deutschland an Zäunen, Wegen und Schutthaufen häu-figen Pflanze einzusammeln, und müssen vorsichtig aufbewahrtwerden.

Die Samen riechen beim Zerquetschen unangenehm, fast widerlich. Ihr«sschmack ist bitterlich ölig. Sic enthalten etwa '/„ fettes Oel.p entandria Monogynia, Cl. V. Ord. 1.