Saccharum Lactis. — Sapo domesticus.
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Saccharum Lactis. Sftildprfer.
Weisse, schwach gelbliche, harte, schwach süsse Klumpen,die aus zusammenhängenden Krystallen bestehen, in acht Theilenkaltem Wasser löslich, aber in kochendem, höchst rectificirtemWeingeist unlöslich. Er wird aus süsser Molke in der Schweizbereitet.
Die Thiermilch ist eine Lösung von Käsestoff' und Milchzucker, in der dieButter in Gestillt kleiner Tröpfchen, wie das Oel in einer Emulsion, in dünnenHüllen eingeschlossen suspendirt ist.
Nachdem die grösste Menge der Butter als Rahm oben auf sich abgelagerthat und entfernt wurde, wird der Käse durch Zusatz von Milchsäure gefällt.Diese Säure wird durch die Einwirkung des Kälbermagens, Lab genannt, aufMilchzucker erzeugt. Sie verbindet sich mit dem Käsestoff und fällt mit diesemzugleich als geronnerer Käse, Quark , aus der Lösung. Es bleibt nun eine fastklare, schwach opalisirende, etwas gelbliche Flüssigkeit übrig, welche den Milch-zucker und die löslichen Salze der Milch enthält. Durch Verdampfen dieser Lö-sung schiesst der Milchzucker in Krystallen an.
Die vortheilhafte Bereitung des Milchzuckers findet nur in Gegenden statt,wo Milch im Ueberflusse ist, das heisst, wo die Viehzucht wegen der Eigen-tümlichkeit des Bodens vor dem Ackerbau betrieben wird. Dies ist in vielenGegenden der Schweiz der Fall. Auch wird bei stark betriebener Käsebereitungdie Molke gleichsam nebenbei gewonnen und dient dann zur Darstellung desMilchzuckers.
Der Milchzucker hat wegen seiner geringen Süsse und Löslichkeit eine vielschwächere Anwendung als der Rohrzucker. In der Pharmacie wird er ebcnlallsals Vehikel wirksamer Stoffe und nicht als Arzneimittel, was er nicht ist, ge-hraucht. Sein Pulver ist weniger dem Zusammenballen und Klumpern unterwor-fen, weshalb er zuweilen an die Stelle des Rohrzuckers substituirt wird.
Er kommt nur als Pulver zur Anwendung, dessen Darstellung keine Schwie-rigkeiten darbietet.
Sapo domesticus. Jpauöfcife.
Die gewöhnliche Hausseife ist eine Natron-Talgseife. Sie wird im Grossenvon eigenen Fabrikanten, den Seifensiedern bereitet. Es kommen mehrere Sor-ten im Handel vor. Die sogenannte marmorirte, welche durch schwebend ge-bliebenen Wolken von Schwefelmetallen ihre Farbe hat, ist unreiner, währendnie Talgseife, mit reineren Substanzen bereitet, ganz weiss ist. Sie dient zumWaschpulver. Um sie in Pulverform darstellen zu können, muss sie erst ge-schabt und getrocknet werden. Das Schaben mit dem Messer ist eine wenig'ordernde Arbeit. Es entstehen bei der grössten Sorgfalt immer Einschnitte m<üe Quere der Seifenstücke, und bald brechen die Stücke durch undkönnen nichtmehr bequem geschabt werden. Ich wende zum Schaben der Seife einen langenSchreinerhobel an, der verkehrt über einen leeren Schiebkasten gelegt wird. Manfuhrt die Seifenstücke über die zu oberst liegende Bodenfläche des Hobels gegen dasMesser an, wodurch sich gleich dicke, ganz regelmässig« Späne von Seife ab-