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2 (1854)
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251
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Resina Jalapae.

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Am folgenden Tage giesst man das überstehende Wasser ab, wäscht das zähe,am Boden liegende Harz mit heissem Wasser aus und trockenet es auf demDampfbade in einer Porcellanschale so weit aus, dass es nach dem Kaltwerdenspröde ist. In diesem Zustande formt man es in Stängelchen.

Mit dem Austrockenen muss man vorsichtig zu Werke gehen, indem bei nichtgenügender Trockene die Stängelchen zwar spröde erscheinen, aber dennoch bieg-sam sind und zusammenlaufen. In diesem Zustande ist das Harz schwer ausden Gefässen herauszunehmen, und man läuft Gefahr, sie dabei zu zer-trümmern.

Die frühere Darstellung des Jalappenharzes bestand darin, dass man die Ja-lappenwurzel gröblich pulverte, und dieses Pulver mit rectificirtem oder mit höchstrectificirtem Weingeist auszog und im Uebrigen wie oben behandelte. Die Ausbeutewar eben so gross, nur war das Harz etwas gefärbter. Die Methode, die Wur-zel erst mit Wasser auszuziehen, ist von Gummi vorgeschlagen worden, undhat allgemeinen Beifall gefunden, weil sie ein sehr schönes und reichliches Pro-duet liefert und dabei die Verkleinerung der Wurzel im trockenen Zustande,welche unangenehm ist, ersparen lässt. Mit Recht ist sie auch von der Pharma-copoe aufgenommen worden.

Man ist nun auch mit der Reinigung des Harzes vorgegangen, indem manseine Lösung mit Thierkohle behandelte, um dadurch ein farbloses Harz darzu-stellen. Dieses Bestreben ist jedoch ganz verfehlt, da das Harz in dem Zustande,wie es durch die oben beschriebene Methode erhalten wird, alle Eigenschaftenbesitzt, die man von demselben erwartet. Es hat dies eben so wenig einen ver-nünftigen Zweck, als wenn man sich bemühen wollte, dem Patienten farbloseAusleerungen zu verschaffen. Man könnte dann wohl auf den Gedanken kommen,das Jalappenharz mit Chlor zu bleichen oder farblosen Safran darstellen zuwollen.

Das Jalappenharz ist spröde, sehr schwach von Cohäsion, gelbbraun, wenigglänzend, undurchsichtig, schmekt scharf und im Schlünde kratzend, und riechtbeim Reiben und Erwärmen wie Jalapenwurzel. In Alkohol, selbst schwachem,ist es leicht löslich, besonders mit Hülfe der Wärme Aether löst ungefähr 0,3davon auf. In kochender Lösung von kohlensaurem Natron uud Aetzkali ist eslöslich. In fetten und flüchtigen Oelen ist es unlöslich, was mit seiner schwachenharzartigen Natur übereinstimmt. Beimischungen fremder Harze können deshalbdurch Ausziehen mit Terpenthinöl, worin diese löslich sind, entdeckt werden, wo-bei das Jalappenharz zurückbleibt.

Man hat das Jalappenharz im reinsten Zustande unter dem Namen Rhodeo-r <?tin mit der Formel C 7S H 60 0 36 -|- H O unterschieden. In diesem Zustande er-hält man es, wenn man das bereits mögliehst rein dargestellte Harz in Wein-geist auflöst und mit Aether fällt. Es sieht wie ein Gummi aus, schmilzt bei] 20° R (150° C.) und zersetzt sich in wenig höherer Temperatur. Es ist geruch-los und geschmacklos, von schwach saurer Reaction. In Wasser ist es nur weniglöslich, sehr leicht in Weingeist, nicht in Aether. Auch in verdünnten Säuren'Ost es sich leicht auf, durch concentrirte wird es zersetzt. In Alkalien löst essich leicht auf, erleidet aber eine Umänderung, indem es dadurch in Rhodeore-trasaure übergeführt wird, von der Formel C ?2 H 88 0 J8 -f 2 HO. Man erhältdiese Säure durch Kochen des Rhodeorctin mit Barytwasser, Ausfällen des Ba-ryts durch Schwefelsäure, und Eindampfen der Lösung im Wasserbade, wobeisie als eine gummiartige Masse liinterbleibt, die zwischen 80 und 90° R.(100 120° C) schmilzt. In Wasser uud Weingeist löst sie sich in jedem Ver-hältnisse auf, aber nicht iu Aether. Sie reagirt stark sauer und bildet mit den