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2 (1854)
Entstehung
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235
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Radix Levistici.

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Herbst, zerschneidet sie nach ihren einzelnen Gliedern, entfernt die Pasern undtrocknet sie entweder geschält oder ungeschält. Sie bildet lange, zusammen-gedrückte , ungleiche, hier und da gekrümmte Stücke, auf deren Oberfläche mandie Wurzelfasern, einzelne Queminzeln und zerstreute Punkte erblickt. Aussensind sie schmutzig, gelb-weiss, manchmal braun-roth gefleckt, innen weiss, etwasfleischig, hart, schwer, etwas mehlig. Im frischen Zustande ist der Geruchschwach und entwickelt sich erst bei dem Trocknen. Die Wurzel enthält nacheinigen Angaben ein ätherisches Oel, ein scharfes Weichharz, einen gerbstoff-haltigen Extractivstoff, Gummi und Stärke. Die Wurzel wird von Im ßurentinaund Iris pallida gesammelt. Die Wurzeln der Iris pallida riechen am feinsten,weniger die der Iris germanica und von Iris neglecta gar nicht. In der Phar-macopoe findet die Wurzel im Pulvis Mar/nesiae cum Eheo und in den Speciesad Infusum pectorale Anwendung. Sie ist in Speciesform und als feines Pulvervorhanden. Die Speciesform stellt man durch Stossen im eisernen Mörser undAbschlagen durch Speciessiebe dar. Das feine Pulver wird durch Abschlagenauf einem feinen Siebe getrennt. Eine feine Speciesform wird zum Räucher-pulver gebraucht. Es ist dabei wichtig, dass alle Stückchen eine ziemlich gleicheGrösse haben, etwa die eines starken Stecknadelkopfes. Man vereinigt dieseArbeit mit der Darstellung von feinem Pulver, indem schon eine gewisse Mengefeines Pulver von selbst entsteht. Man stellt es durch Stossen oder Mahlendar. Die Arbeit bietet keine Schwierigkeiten. Das feine Pulver wird als Zusatzzu inneren Arzneien, zu Pillenmassen, zum Bestreuen der Pillen, zu Zahnpulvernverwendet. Aus der ganzen Wurzel werden erbsenförmige Kügelchen zu Fon-tanellen gedreht. Wegen des Geruches müssen alle Formen der Iriswurzel inBlech- oder Glasgefässen aufbewahrt werden.

Die Wurzeln von Iris germanica und Iris Pseudacorus sind fast ohne Geruch.

Triandria Monogynia, Cl. III, Ord. 1.

Radix Levistici. 8tebjlöcWrcitr*cl.

Ligusticum Levisticum Linn. Levisticum officinale Koch.Umbelliferae.

Eine walzenförmige, gegen den Stiel hin einen Zoll und dar-über dicke Wurzel, nach ihrer Spitze hin in dicke Aeste getheilt,aussen graugelblich, innen weisslieh, mit häufigen balsamgefüllten,röthlich-gelben, kleinen Schläuchen, von süsshchem schleimigem,zuletzt etwas scharfem Geschmack, gewürzhaftem Geruch. Eineausdauernde Pflanze, seltener wild wachsend im westlichen Deutsch-land, aber häufig gebaut. Die Wurzel ist un i ruhhng zu sammeln.

Die perennirende Wurzel ist dick ästig bräunlich-gelb, innen weiss mitblassgelbem harzigem Milchsafte erfüllt. Sie schrumpft durch das Trocknenstark ein, wird schwammig und bekommt viele Langsrunzeln; d.e Emde »taussen braun, innen weisslich, mit röthhch -gelben Harzpunkten. Der Geruchist schwach, nicht unangenehm. Der Geschmack aromatisch zuerst susshchdann bitter und scharf. Die 1 lauptbestandthede sind em »thensches Oel mitWeichharz und bitterem Extractivstoff. Man verwechsele sie nicht mit RadixAngelicae.