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2 (1854)
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Radix Ipecacuanhae.

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angewendet. Audi diese Form liisst sieh in der eben erwähnten Mühle leichtdarstellen.

Pentandria Monogynia, Cl. V, Ord. 1.

Radix Ipecacuanhae. äSrec&wutjel.

Cephaelis Ipecacuanha Richard. Rubiaceae.

Eine walzenförmige, wenig ästige, eine bis drei Linien dicke,hin und her gebogene Wurzel, mit zahlreichen, ungleich grossen,angehäuften Auswüchsen, aussen bräunlich-grau, innen gelblich-weiss, mit dicker, zerbrechlicher Rinde, von bitterem, scharfwiderlichem Geschmack, mit dünnem 'Holzkörper. Bei der Dar-stellung des Pulvers soll nichts zurückbleiben, und dasselbe soll inwohl verschlossenen Gefässen aufbewahrt werden. Die Wurzelwird aus Brasilien zugeführt.

Die ächte Ipecacuanha ist in den feuchten und schattigen Urwäldern Bra-siliens einheimisch. Die Wurzel kommt in mehr und minder zerbrochenen, oftstark gekrümmten Stücken vor, die theils die Dicke eines Weizenhalmes haben,theils mit vielen dünneren, seltener mit stärkeren Wurzeln untermengt sind. DieOberfläche ist durch zahlreiche Einschnürungen mit vielen ringförmigen Erhaben-heiten versehen. Die Farbe ist bald rostfarbig-braun, bald mehr schwärzlich-braun. Die Wurzel ist hart und zeigt im Innern die dichte, gleichsam horn-artige, ziemlich dicke Rindensubstanz, welche den gelblich-weissen Holzkern um-giebt. Der Geruch ist unbedeutend, doch unangenehm, der Geschmack unange-nehm kratzend und bitterlich. Der Hauptbestandtheil ist das Emetin, ein pflanz-liches Alkaloid, welches im reinen Zustande ein weisses Pulver darstellt. Es hateinen schwach bitteren Geschmack, reagirt alkalisch und ist in Wasser sehrwenig, dagegen in Alkohol leicht löslich. Es bewirkt in sehr geringer MengeErbrechen. Wegen der Schwierigkeit seiner Darstellung wird es im reinen Zu-stande nicht angewendet; im minder reinen Zustande ist es in dem ExlractumIpecacuanhae enthalten. Doch auch dieses Präparat wird nur selten angewendet,Weil die Wirkung der ächten und reinen Wurzel schon energisch und sichergenug ist. Den häufigsten Gebrauch findet die Wurzel in der Gestalt von Pul-ver. Dieses muss unerlässlich von dem Apotheker selbst bereitet werden, indemer sich nur von der Aechtheit und Gute der Wurzel überzeugen kann, so langesi e im natürlichen unveränderten Zustande sich befindet ^ Ist sie einmal ge-stossen, so kann sie fremde, wirkungslose Stoffe von ähnlichem Aussehen cin-schliessen, ohne dass man dies auf einem bestimmten und zuverlässigen Wegeentdecken kann.

D'.e Ipecacuanhawurzel wird durch Stossen im eisernen Morser und Abschla-gen durch das engste Seidensieb in ein feines Pulver verwandelt. Man kann da-von die höchste Feinheit verlangen, die überhaupt bei einem Pulver vorkommt.Die äusserlich vollkommen gut beschaffene Wurzel wird zuerst im Trockenofenau einer nicht zu warmen Stelle stark getrocknet und dann dem Stossen unter-worfen. Diese Arbeit ist iür den damit Beschäftigten sehr unangenehm. Dasfeine auffliegende Pulver reizt die Augen und Nasenhöhle stark. Um sich da-gegen zu schütten, verbindet man den Mund und die Nase mit einer Schwatnm-maske. Sehr gut ist es auch, wenn der Mörser mit einem Ledersacke verbundenMohr, Commentar. II. 15*

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