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Radix Artemisiae. — Radix Bardanae.
BSV
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I
Radix Artemisiae. SSetfufmurjel
Artemisia vulgaris Linn. Compositae — Artemisiaceae.
Eine dicke, gegen die Spitze bin sehr ästige Wurzel, mit lan-gen, einfachen, hin und her gebogenen, grau - bräunlichen Würzel-chen, innen von weissem Holze, von süsslichem, zuletzt scharfemGeschmackc. Die Pflanze wächst in Deutschland überall an We-gen und Zäunen. Die Wurzeln sollen im Herbste gesammelt undnicht gewaschen werden. Die Würzelchen, welche allein angewen-det werden, sollen bei gelinder Wärme getrocknet und in wohl ver-schlossenen Gefässen bewahrt werden.
Die schon seit Jahrhunderten gegen Epilepsie angewendete, dann aber wie-der in Vergessenheit gekommene Beifusswurzel ist in neuerer Zeit (1824) vonDr. Burdach in Triebel bei Sorau wieder an's Licht gezogen und in gleicherWeise schon zum zweiten Male last wieder in Vergessenheit gerathen. Unter-dessen sind auch solche ganz empirische Heilmittel bei Krankheiten, über derenNatur man so wenig Rationelles weiss, erwünscht. Die Wurzel des Beifusses sollim Herbste, nachdem die Stengel vertrocknet sind, oder im Frühjahr, ehe dieStengel hervorgetrieben, gegraben und auf der Stelle durch Abschütteln der Erdecereinict werden. Die Vermeidung des Abwaschens ist auf die Ansicht des Dr.Burdach dass die Wurzel dadurch leicht an Wirksamkeit verlieren könnte,nachempfohlen worden. Hierauf sind die alten, holzigen, moderigen und schad-haften Stellen einer jeden Wurzel sorgfaltigst zu entfernen, und die frischenjungen Seitenwurzeln, die sich durch Geruch, hellere Farbe und grössere Saftig-keit auszeichnen , werden auf Papier ausgebreitet und im Schatten getrocknet,bis sie spröde und zerbrechlich geworden sind. Bei den dickeren Wurzelnsoll man den mittleren holzigen Theil entfernen, weil der wirksame Stoff nur inder Rinde enthalten sei. Wie das Holz, so ist auch das Mark des Wurzelstocksunwirksam und muss deshalb gleichfalls ausgeschieden werden. Die Wurzel darfnur vollständig getrocknet eingefasst werden, indem sie sonst zu leicht dem Ver-derben unterworfen ist. Gepulvert soll die Wurzel nicht lange vorräthig gehal-ten werden; es entweichen zu viele flüchtige Theilc und das Pulver wird ziemlichbald ganz geruchlos.
Die Wurzel wird nur als Pulver dispensirt. Man bereitet es durch Stossen,indem man den faserigen , schwer zu zerkleinernden Theil durch das Sieb aus-sondert. Das fertige Pulver wird im Chlorcalciumtopfe vollständig ausgetrocknetund in fest verschlossenen Gläsern dicht eingefüllt aufbewahrt.Syngenesia Polygamia superflua, Cl XIX, Ord. 2.
Radix Bardanae. ÄtettcmMttjcl.
Arctium Lappa Linn. Arctium Lappa et Bardana Willdenow.Lappa major et tomentosa Vecandolle. Compositae — Cynareae.
Eine lange, fast einfache, der Länge nach runzliche Wurzel,mit einer aussen schwärzlichen, innen weissen oder gelblichen Rinde,