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2 (1854)
Entstehung
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Radix Althaeae.

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Sie wird gröblich gepulvert und im Wasserbade mit den Oelen oder Fettendigerirt, wodurch diese rasch und stark gefärbt werden. Auch kann man denFarbestoff mit Weingeist ausziehen, durch Zusatz von Wasser und Abdestillirendes Weingeistes ausscheiden und mit dem weichharzigen Körper die Fettedurch blosse Lösung färben. Man erspart dadurch das Digcriren der Fette undOele , das Auspressen der Wurzel und die Verunreinigung vieler Gefässe mitfetten Substanzen.

Die Alcannawurzel von Anchusa tinctoria führt auch den Namen RadixAlcannae spuriae zum Unterschiede von Radix Alcannae vcrae, welche vonLawsonia alba Lamarck herrührt. Die Wurzel dieser Pflanze ist nicht roth unddient nur zum Gelbfärben. Sie kommt niemals zu uns.

Unsere Pflanze gehört zur Pentandria Monogynia, Cl. V, ürd. 1.

Radix Althaeae. (StMfc&wiirjel. W&mmrjel.

Älthaea ojficinalis Linn. Malvaceae.Eine gegen den Schaft hin ästige Wurzel, mit langen, fast ein-fachen Aesten von der Dicke eines Fingers, mit einer äusseren dün-nen, bräunlich-grauen Rinde, abgeschält, wie sie immer verkauftwird, weiss, häufig der Länge nach gestreift, mit den Narben der abge-schnittenen Würzelchen bezeichnet, im Kauen schleimig. Die Pflanzewächst an verschiedenen Orten Deutschlands, besonders an Zäunen;man kann auch die Wurzel der eultivirten anwenden. Sie soll imHerbste gesammelt werden.

Die Althäawurzel muss aus langen, nicht zu dicken, äusserlich ganz weissenWurzelästen bestehen. Verdorbene Stücke werden innerlich gelb und braun undmüssen entfernt werden. Die Althäawurzel ist als feines Pulver, grobes Pulverund zu Species geschnitten vorräthig. Die ganzen Wurzeln werden auf demSchneidemesser zu 1 Linie dicken Scheiben abgeschnitten und diese mit demStampfmesser zerkleinert und durch ein Speciessieb geschlagen. Das feine Pul-ver muss mit Sorgfalt abgeschlagen werden, weil es das Infusum trüb macht.

Am schönsten werden die Species, wenn man die langen Wurzelstückedurch zwei Längenschnitt in 4 gleiche Theile spaltet, ehe man sie schneidet.Diese Operation hat man gewöhnlich aus freier Hand mit einem Messer verrich-tet, was jedoch sehr zeitraubend ist, und eine unansehnliche Waare liefert, dadas Messer häufig seitlich ausgleitet und viele kleine Stücke macht. Ich habezur Abkürzung dieser Arbeit den in Fig. 29 (a. f. S.) dargestellten Wurzelspal-ter eingeführt. Ein massives Stück Buchenholz wird so ausgeschnitten, dass manes mit einer Holzschraube an die Ecke eines Tisches fest anschrauben kann.Auf seiner oberen Horizontalfläche hat es einen langen Einschnitt, der aus zweiin einem rechten Winkel sich treffenden Sägeschnitten entsteht. Derselbe wirdmöglichst geglättet. In die Tiefe dieses Einschnittes schlägt man ein scharfesund starkes Messer ein , so dass die Schneide von der arbeitenden Person ab-steht. Die zu spaltenden Wurzeln werden vorher in einen feuchten Keller ge-stellt, damit sie biegsam (provinziell: maas) werden. Man stösst nun mit derlinken Hand ein solches Wurzelstück gegen die Schneide, bis seine beiden X heilehinter dem Messer hervorkommen. Hier fasst man sie mit der rechten Hand anund zieht die Wurzel gegen die Messerschneide, während man sie mit der linkenHand in den Spalt drückt und unter derselben fortgleiten lässt. Die steigendenWände des Spaltes halten die Wurzel mit ihrer Mitte immer gegen die Schneide

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