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2 (1854)
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Phosphorus.

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Im vorigen Artikel ist bereits angedeutet worden, dassdas natürliche Steinöleine erdharzige Masse in wechselnder Menge aufgelöst enthalte. Von dieserwird es durch Destillation mit Wasser getrennt. Das mehr Sauerstoff enthal-tende Erdharz ist nicht flüchtig, sondern in höherer Temperatur zerstörbar, wo-bei es selbst wieder rohe Brenzproducte giebt. Aus diesem Grunde findet dieRectitication mit Wasser Statt. Die dazu dienlichen Handgriffe sind an anderenStellen genau beschrieben worden.

Phosphorus. Vßfyofyfyot,

Eine in Stängelchen geformte, dichte, zähe, im frischen Zu-stande farblose, halbdurchsichtige, dann an der Oberfläche trübwerdende' Substanz, an einem dunklen Orte leuchtend, der Luftausgesetzt einen knoblauchartig riechenden Rauch verbreitend, beieiner Wärme von 35 bis 37° C. (28 bis 29,6° K.)'schmelzend, bei72 bis 75° C. (57,660° K.) an der Luft in Flammen ausbrechend.Sie wird in chemischen Fabriken bereitet, und ist unter Wasservorsichtig und mit Sorgfalt aufzubewahren.

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Der Phosphor wird in der Pharmacie als solcher zur Lösung in Aetherund Oelen verwendet , sodann zur Darstellung der reinen Phosphorsaure. Zudem ersten Gebrauche mus's er vollkommen frei von Arsenik sein, während manbei der Darstellung der Phosphorsäure einen Gehalt an diesem Körper entfernenkann. Arsenik ist nämlich die einzige Verunreinigung dieses Körpers, auf welcheder Pharmaceut seine Aufmerksamkeit zu richten hat. Zur Zeit der ersten Ent-deckung des Arseniks im käuflichen Phosphor fand man ilie.se Verunreinigungziemlich allgemein verbreitet, weil man bei der Auswahl der Schwefelsäure nichtauf diesen Umstand achtete. Nachdem aber durch Pharmaceutcn dem Drogui-sten , und von diesem dem Fabrikanten die arsenhaltige Waare zur Dispositiongestellt wurde, hat man mehr Aufmerksamkeit daraufgerichtet, und der arsen-haltige Phosphor erscheint jetzt viel seltener, zumal da die Anwendung einerarsenhaltigen Schwefelsäure keine peeuniären Vortheile gewährt. Den Arsenik-gehalt findet man im Phosphor, wenn man ihn mit Salpetersäure in der bekann-ten Weise oxydirt, und die Lösung mit Schwefelwasserstoffgas längere Zeit be-handelt. Ein vorheriger Zusatz von schwefligsaurem Natron reducirt die gebil-dete Arseniksäure zu arseniger Säure und beschleunigt die Fällung des Schwe-lolarsens. I n jedem Falle muss die Schwefelwasserstoff halt ige Flüssigkeit längereZeit bedeckt an einem warmen Orte stehen. Ein arsenhaltiger Niederschlag istimmer flockig, ei n solcher von reinem Schwefel pulverig und heller von Farbe.

Der grösste Verbrauch des Phosphors findet zu Streichfeuerzeugen Statt-Es wird wohl selten dabei auf die Reinheit des Phosphors gesehen. Bei derVerwendung als Rattengift ist diese Frage erst ganz unerheblich.

Der Phosphor ist ; m re i ng ten Zustande farblos und nach langsamem Er-starren durchsichtig. Besonders durch längeres Erwärmen mit weingeistigerKahlösung wird er im ganz farblosen Zustande erhalten. Eine schwach gelb-liche Färbung, ja sogar ein stärkerer Farbenton schadet seiner Anwendung nichts,da sie keine fremde Stoffe beweist, sondern nur eine Veränderung der Substanzanzeigt, die im chemische» Sinne ohne Bedeutung ist. Das »peeif Gewicht desPhosphors steht nahe an 2 oder etwas darüber; einige Angaben stehen auch