Oleum Thymi. — Oleum Valerianae.
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dass diu gemischten Destillate in ruhigem Strahle übergehen Das mit überge-hende Wasser giebt man von Zeit zu Zeit in die Blase zurück und setzt die Destillation so weit fort, bis man nach Schätzung des Eingesetzten und des Ueber-gegangenen zwei Drittel bis drei Viertel übergezogen hat. Man trennt es jetztvon Wasser und bewahrt es in ganz trockenen, last ganz gefüllten kleinerenFlaschen gut.
In diesem Zustande ist es farblos und wasserklar, sehr dünnflüssig, vondem bekannten starken Gerüche und einem specif. Gewichte von 0,8(J.
Das Tei penthinöl ist in Alkohol, der nicht wasserfrei ist, schwei löslich.100 Theile Spiritus von 0,84 specif. Gewicht lösen nur 13V' S Thle. Terpenthimilauf. Erst ein 94 bis 9Gproeentischcr Weingeist lost es reichlicher auf, und einesolche Lösung wird in den Lüder s dort' sehen Gaslampen gebrannt. In diesemGemenge ist der Sauerstoff des Weingeistes hinreichend, das Terpenthinöl indünnem Dampfstrahl an freier Luft ohne Russen verbrennbar zu machen.
Oleum Thymi. Xl)i)mianö(.
Thymus vulgaris. Linn. Labiatae.
Ein gelbes oder röthliches, stark riechendes, ätherisches- Oel.Es wird durch Destillation des blühenden Krautes, besonders in Frankreich,gewonnen, von woher es zu uns gebracht wird.
Oleum Valerianae. 23albrimu>l.
Eis werde aus der Wurzel des Baldrians {Valeriana minor)wie das Wermuthöl bereitet.
Es sei von grünlich-gelber Farbe.Anmerkung. Alle ätherischen Oele sollen vom Lichte entfernt, in kleinen
wohl verschlossenen Flaschen aufbewahrt und vor dem Zutritt der Lull
sorgfaltig geschützt werden.
Sie sollen klar sein und den ausgesprochensten Geruch derjenigen
Substanzen besitzen, aus denen sie bereitet sind.
Das rohe Baldrianöl ist ein Gemenge von Baldriansaure und einem flucli-'"gen Oele. Beide Stoffe haben eine ölige Consistenz, und da die Pharmacopoc''"'e Abscheidung der Säure nicht verlangt, so ist auch eine entschieden saureHeaction des Oeles nicht zu tadeln. Beide Körper sind sich ihrer äusseren undinneren Eigenschaften wegen, was Geruch, Flüchtigkeit und medicinische KrallelH ' 1 'ilfl , sehr ahnlich. .
Die Bereitung bietet keine Schwierigkeit und die Ausbeute ist reichlich.'' :i 'i Stampfen und Schroten der Wurzeln befördert die Verflüchtigung des( >eles. Das <>el wird mit der Zeit braun und dicklieh. Specif. Gewicht 0,944,Es wird zu Oelzucker in Pulvern verordnet und ist in kleineren Mengen in allenPräparaten der Baldrianwurzel enthalten, in der ätherisch«! Tinctur fast aus-schliesslich.
Mohr, Commentar. 11.
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