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2 (1854)
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Oleum Jecoris Aselli.

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und empyreumatisch: Geschmack bitter, den Rachen stark reizend, schwachsaureReaction auf Lackmuspapier. Specif. Gewicht 0,929. In Alkohol lösen sich inder Kälte 5 bis G, in der Siedhitze C bis 7 Procente Tu Aether jede Menge.

2) Oleum Jecoris Aselli subfuscum. Farbe dem Malagawein ähnlich, Gerucheigenthümlich, nicht unangenehm, aber starker als bei der folgenden Sorte; Ge-schmack fisch'ähnlich, bitterlich, den Rachen reizend; Wirkung auf Lackmusschwach sauer; specif. Gewicht 0,924; Löslichkeit im kalten Alkohol 2 bis 3, imsiedend heissen G bis 7 Procent.

3) Oleum Jecoris Aselli flavum. Farbe goldgelb; Geruch eigentümlich,n "'ht unangenehm; Geschmack fisch'ähnlich, nicht bitter; Wirkung auf Lackmussehwach sauer; specif. Gewicht 0,923; Löslichkeit in kaltem 2 bis 3 , im heissenAlkohol 3 bis 4 Procent.

Die Untersuchung der Zusammensetzung des Leberthrans hat zwei Mo-mente im Auge zu halten: die organischen und unorganischen Bestandtheile. Dieersteren sind, wie bei allen Fetten, Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, undwenn man auch durch verschiedene Lösungsmittel ungleichartige Bestandtheileausziehen kann, so ist für den Arzt der Thran in diesem Sinne nichts anderesa ' s ein sehr leicht aufhehmbares, die Verdauungsorgane nicht belästigendes Fettvon grossem Kohlenstoffgehalte. Die Wirkung des Thranes in den vielen Fällenworin er mit Erfolg angewendet wurde, besteht wesentlich darin, dem Umsatzder Muekelgebilde entgegenzutreten , indem ein leicht verbrennlicher Stoff demarteriellen Sauerstoff dargeboten wird. Bei Atrophie, bei Cator mordax werdendie Muskeln fast eben so schnell wieder verzehrt, in den Kreislauf des Bluteszurückgenommen, als sie gebildet worden sind; und bei aller dargebotenen Nah-rung findet keine Körperzunahme Statt. In Ermangelung genügender Mengev °n Respirationsstoffen zerfallen die Muskeln in die Gallenfette, welche durch denDarmkanal in's Blut zurückkehren und hier zur Wärmeentwickelung verwendet"erden, und in Kohlensäure und Harnstoff, welche durch Lunge und Harn werk-ze Tge ausgeschieden werden. Der Leberfhran, welcher seiner chemischen Qua-lität nach den Gallenfetten am nächsten steht, wenigstens in Betreff des hohen«ehalles an Kohlenstoff, vertritt ihre Stelle, und veimindert den Umsatz derMuskelgcbilde bis auf ein gewisses Maass, unter welches er nicht herunter kom-men kann, weil dieser Stoffwechsel die Bedingung der Erscheinungen des Le-bens ist.

Durch eine Untersuchung von Winckler in Darmstadt hat sich ergeben,dass sieh der Leberthran wesentlich von anderen verseif baren Fetten dadurch unter-scheidet, dass sich bei der Vorsehung kein Oelsüss, sondern ein anderer Körper,Propyloxyd (C 6 1I 7 -\~ 0), bildet. Tritt zu gleicher Zeit Ammoniak hinzu, so entstehtPropyhvmin (N H 2 -j- C 6 II ; ). Man soll die.- erhallen, wenn man 8 Unzen Leber-" iln Mit 8 Drachmen Kalihydrat und mit C Unzen Wasser verseift, und der•ertigen Seife ein Gemenge von G Unzen Kalk und 1 Drachme Salmiak zusetztund gleich umschwenkt. Bei gelinder Erwärmung bildet sich Kalkhydrat, und esuestillirt eine eoncentrirte wässerige Lösung von Propylamin ohne freies Ammo-niak über. Durch Sättigen desselben mit verdünnter Schwefelsäure und Vcrmi-•chen mit Weingeist lässt sich das schwefelsaure Propylamin fällen. Es hat die-selbe Eigenschaft als wenn es aus Häringslake gewonnen ist.

Von den unorganischen Bestandthcilcn hat eine kleine Menge Jod am mei-nen die Aufmerksamkeit der Chemiker auf sieh gezogen. Es ist zu bemerken,dass das Jod nicht in einem solchen Zustande darin enthalten ist, dass es durchWasser ausgezogen oder durch die gewöhnliehen Reagenticn entdeckt werdenkann. Der Thran muss mit reiner Aetzlauge von Natron oder Kali versetzt unddann damit geglüht werden. Aus der Kohle wird das Salz ausgezogen, die Flüs-sigkeit beinahe mit Salzsaure neutralisirt, und nun der grösste Theil des Koch-

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