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2 (1854)
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Oleum Jecoris Aselli.

halten ist, worin die Gegenwart der anderen Stoffe wenigstens nicht nachtheiligist. Anwendung äusserst selten.

I

Oleum Jecoris Aselli. 2ebcrn)ran.

Gadus Morrhua Linn. Pisces Malacopterygii Subbranchiales.

SBddjflofTer.

Ein fettes, durchsichtiges Oel, von gelber oder tiefgelber Farbeund einem fischartigen Gerüche. Das ranzige soll verworfen wer-den. Es wird aus der Leber des Kabliaus (Gadus MorrJma) be-reitet und aus Norwegen und Schweden eingebracht.

Der Leberthran wird von mehreren Sorten Gadus gewonnen, welche Fischesehr reichlich in den nordischen Meeren vorkommen. Es werden folgende Fischegenannt: 1) Gadus Morrhua, Kabliau, Laberdan oder Klippfisch, in ungeheurenMengen vorkommend; 2) Gadus Molva, der Leng, mehr an den englischen Kü-sten; 3) Gadus carhonarius, der Köhler oder Seyfisch; 4) Gadus Ballarias, derDorsch; 5) Gadus Pollacläus, der Haakjering, auch Haifisch, nicht zu verwech-seln mit dem deutschen Worte Haifisch; (!) Gadus Merlangus. Nach den Mit-teilungen des Kaufmanns Konow in Bergen wird die Hauptfiseherei auf denDorsch während des Winters bei der Insel Lofodin vorgenommen. Sobald diegefangenen Fische an's Land gebracht weiden, wird die Leber ausgeschnittenund in Fässer geworfen , worin sie ruht, bis der Fang zu Ende ist. Geht der-selbe unregelmassig vorsieh, so wird der blanke Thran gewöhnlich nicht so reinund klar, als wenn die Fischerei auf einmal aufhört. Wenn also der Fang vor-bei ist, wird das klar obenfliessendc Fett in den Fässern abgeschäumt und inTonnen abgegossen; es ist dies der blanke Thran. Das Ueherbleibsel in denFässern wird sodann gekocht und daher kommt der braune Thran. BraunblankerThran ist verdorbener blanker Thran, welcher zu lange auf den Lebern gestan-den hat, oder weil die Lebern verdorben waren. Die Haltbarkeit des blankenThrans hängt hauptsächlich von der Behandlung desselben ab. Es kann diesvon Kennern genau erkannt werden. Wenn der Thran dünn, wie feines Odfljesst, so halt er sich, welches nicht der Fall ist, wenn er zähe flieset. Es wirdVle ' Thran von der Leber des Seyfisches gewonnen, jedoch bei weitem nichtsoviel als vom Dorsch. Der blanke Seylhran ist heller als der Dorschlhran- Derbraune dunkler als der vom Dorsch und etwas körnig. In allen Jahreszeitenwird der ganzen Küste entlang gefischt, und die Leber von verschiedenen Fisch-arten, sowie die des Seehundes und anderer Seethiere Speck pele-mcle behandelt.Wenn der Thran sogleich in den Handel kommt, ist es oft schwierig, die ge-mischten Sorten vom Dorschthran zu unterscheiden.

Nach einer andern Mitteilung von Mack in Tromsoe, die mit der obigenganz übereinkommt, kommt der meiste Leberthran vom Dorsch. Dieser Thranbleibt in der Kalte dünner, fl ü g g jg un d klar , während der Seythran selbst beigeringer Kalte steif und körnig wird. Die nächst folgende Menge liefert derSeyfisch und darnach der Haakjering. Alle diese Thransorten werden nur ausLebern bereitet. Man unterscheidet im Handel die folgenden Thransorten:1) Oleum Jecoris Aselli fuscuni. Farbe dunkelbraun , im durchfallenden Lichtegrünlichen dünnen Schichten durchsichtig; Geruch eigentümlich unangenehm