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Muscon
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Ferner sei erwähnt das Moschuswurzel- oder Sumbulwurzelöl.Mit dem Namen „Sumbul" benennt man in Ostindien Wurzeln verschie-dener Pflanzen, die von Nardostachys Jatamansi D. C. und Valeriana cellioa L.(Pharm. Journ. London I, 7 [1848], 546) herrühren sollen und häufig ver-fälscht werden. Aus der echten Sumbulwurzel [Ferula Sumbul Hooker f.)wurde ein ätherisches Öl durch Wasserdampfdestillation zu 0,2—0,4 °/ 0von moschusartigem Geruch gewonnen, Volumgewicht = 0,96.
Außerdem gibt es noch eine ganze Anzahl Pflanzen, die mehroder weniger deutlichen Moschusgeruch zeigen. — Kaum war wohl vonHause aus anzunehmen, daß das natürliche Moschusaroma der Pflanzenund auch jenes des tierischen „Moschus" identisch sind mit dem Trinitro-isobutyltoluol bzw. dessen Homologen usw., die sich in dem sog. „künst-lichen Moschus Baue" (B. 24 [1891], 2832; 31 [1898], 1344; 32 [1899],3647) finden. Jedoch ist nicht von der Hand zu weisen, daß der Geruchs-träger des tierischen Moschus und jener in den ätherischen Ölen, die ausPHanzenteilen gewonnen werden, identisch oder doch ähnlich zusammen-gesetzt sind. Weitere Untersuchungen müssen darüber entscheiden.
Von größter Wichtigkeit ist es gewesen, als es im Laboratorium derFirma Sch. u. Co. Herrn Walbaum (Sch. 1906, I, 98; J. pr. II, 73[1906], 488) gelang, den Geruchsträger des tierischen Moschus zu isolierenund näher zu beschreiben. Da das Muscon, wie der Geruchsträgergenannt wird, oder doch ev. Verwandte dieses Moleküls in den pflanz-lichen ätherischen Ölen vorkommen dürften, so sei es an dieser Stellenäher beschrieben.
Muscon C 15 H 2S 0 bzw. C 16 H 30 0.
Der aus dem Beutel des Moschustieres gewonnene ßohmoschus ent-hält neben dem eigentlichen Geruchsträger, dem Muscon, noch anderetierische Sekrete, so Fette, Fettsäuren, ferner Substanzen, die in diePyrrolreihe gehören usw. Wird der Eohmoschus mit Wasserdampfdestilliert, so erhält man nach Walbaum wechselnde Mengen an ätherischeinÖl, so 0,5, 0,7, 2,07 °/ 0 usw. Das Rohöl wurde mit alkoholischem Kalikurze Zeit erwärmt usw., alsdann im Vakuum destilliert, wobei 62 gEohöl schließlich zwei Fraktionen lieferten:
1. 65—160° bei 7 mm = 12.5 g
2. 160—166° bei 7
= 36,3 g48,8 g,
außerdem Rückstand. Nach wiederholter Fraktion konnten schließlich 30 gvon 142—143° unter 2 mm Druck übergetrieben werden und erwiesensich als Keton.
Physiol. Eig. des Muscons. Das Muscon besitzt in großer Verdünnungden intensiven Moschusgeruch. Walbaum sagt (a. a. O., S. 491): „Es hateinen kräftigen, aber höchst angenehmen, reinen Moschusgeruch, der inseiner Konzentration etwas an den Duft trockner Tannennadeln erinnert