258 Verbindungen, welche Sesquiterpenalkohole sind, bzw. diesen nahe stehen usw.
am Fuße des Stammes ein breiter Einschnitt gemacht wird, fließt das Olallmählich aus; es dient als Ersatzmittel des Copaivabalsams. Aus demÖl scheidet sich eine einbasische, bei 84,5° schmelzende Säure C 15 H 24 0 3ab, während das übrige Ol hauptsächlich aus einem SesquiterpenalkoholC 15 H 26 0, dem Caparrapiol, besteht (vgl. Tapia, Bl. III, 19 [1898], 638).Durch Wasserentziehung entsteht aus dem Caparrapiol das SesquiterpenCaparrapen (vgl. dieses). —
Nach Molle (Inaug.-Diss. Basel 1904) dürften im Lorbeerblätteröl(Laurus nobilis), und zwar in den hochsiedenden Anteilen, neben Sesqui-terpenen auch Sesquiterpenalkohole vorkommen, jedoch konntendavon bisher keine charakteristischen Derivate erhalten werden.
Leguminosae.
Copaivabalsamöle werden von verschiedenen Copaiferaarten, diehauptsächlich in Südamerika, aber auch in Afrika usw. zu Hause sind,geliefert. Je nach den Ausfuhrhäfen unterscheidet man verschiedeneCopaivabalsamöle. Der Hauptbestandteil dieser Öle ist Caryophyllen(vgl. dieses); außerdem finden sich auch „wasserhaltige Bestandteile": vgl-Blanchet (A. 7, [1833], 156); Soubeiran und Camtaine (A. 34 [1840],321); Bbig&s (M. 2 [1882], 507); "Umney (Pharm. Journ. London III, 24[1893], 215); Posselt (A. 69 [1849], 67); Straiiss (A. 148 [1868], 151);Levy und Engländer (B. 18 [1885], 3206, 3209): A. 242 [1887], 189.Es werden diese sauerstoffhaltigen Bestandteile vielfach als Capaivaöl-hydrat 3C 20 H 32 +H 2 0 angesprochen, jedoch dürfte es sich auch in diesemFalle zum Teil um Sesquiterpenalkohole usw. handeln.
Geraniaceae.
Das zu der Familie der Geraniaceen gehörige Genus Pelargoniwrnliefert bei der Destillation der Blätter mit Wasserdampf ein ätherischesÖl, das besonders Geraniol, Citronellol usw. enthält; außerdem habenBarbier und Bouveault (C. r. 119 [1894], 281) aus den höchstsiedendenAnteilen, Sdp. 10 = 165—170°, eine grüne Fraktion erhalten, die sie ev.als (C 10 H 17 ) 2 O ansprechen. Nach meiner Meinung ist es nicht unmöglich,daß hier ein Gemenge von Sesquiterpen und Sesquiterpenalkohol vorliegt
Rutaceae.
Auch in den ätherischen Ölen von Citrusarten, so im Neroliöljdürften Sesquiterpenalkohole vorkommen; Sch. u. Co. (Sch. 1903, II, 56)berichten: „Die höchstsiedenden Anteile, des Öles scheineu von einemSesquiterpenalkohol gebildet zu werden, mit dessen Untersuchung wir unsbisher noch nicht beschäftigt haben".
Die echte Angosturarinde, welche von Cusparia trifoliata Eug. amoberen Orinocco und in Venezuela gewonnen wird, gibt bei der Wasser-dampfdestillation 1,5 °/ 0 ätherisches Öl (Sch. 1890, I, 48), d l5 = 0,956-