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Pinaceae.
Aus dem Holz der echten Libanon-Ceder (Cedrus Libani Barr.)gewannen Sch. u. Co. (Sch. 1892, I, 41) zu 2,9 % ein ätherisches Öl:d = 0,985, an = - 10° 48' (100 mm Säulenlänge).
Aus dem Holz der Atlasceder {Cedrus atlanticaMaa.) wurde (Sch. 1901,*' 61) zu 3—5 °/ 0 ern ätherisches Ol gewonnen, welches eine dickliche, hell-braune Flüssigkeit darstellt: d = 0,9517, a Bw = + 48° 16', w^ = 1,51487.»Nach dem Acetylieren fanden wir die Verseifungszahl 40,6, die 16,6 °/ 0eines Alkohols C 15 H 20 O entsprechen würde." — Boisse (Chem. and Drugg.^ [1902], 236) gibt an, daß das Atlascedernöl ungefähr 16% eines^ es q.uiterpenalkohols enthält.
Diese wenigen Angaben gestatten nicht, zu entscheiden, ob eine Ver-ödung C 15 H 36 0 oder C 15 H 24 0 usw. vorliegt. Zweifellos aber geht auspH Untersuchungen soviel hervor, daß in den genannten Ölen ein alko-holischer sauerstoffhaltiger Bestandteil enthalten sein muß, der zu denes quiterpenalkoholen in naher Beziehung steht.
Die Pinacee Gryptomeria japonica besitzt einen angenehmen, an Pfeffer-minze erinnernden Geruch. Durch Wasserdampfdestillation der Holzsplitter^wann Kimoto (Chem. Ztg. Eep. 26 [1902], 175 und Bull. Coli. Agric.LTokyo] 4, 403) ein ätherisches Öl: d = 0,935, Sdp. 264°; K. nennt dieerbindung, deren Analyse auf C 8l) H 48 0 hinweist, nach dem japanischen4 a ßien der Pflanze „Sugiol". Eine kristallisierte Acetyl-oder Hydrazon-erbfndung konnte nicht erhalten werden, durch alkalische Silberlösung
tratdaß
im Dunkeln allmählich Reduktion ein. — Es ist wahrscheinlich,das Sugiol ein Gemenge von Sesquiterpenen mit einem sauerstoff-
Verbindungen, welche Sesquiterpenalkohole sind, bzw. diesen nahe stehen usw. 255
sie flüssig, aber immerhin hatte man ihre physikalischen und chemischenEigenschaften ziemlich eingehend studiert, wenn es auch bisher nichtgelungen ist, ihre Konstitution aufzuklären. Jedoch läßt sich erkennen,daß die größte Anzahl der bisher im festen Zustande abgeschiedenenSesquiterpenalkohole, welche zwischen ca. 280 und 290° sieden und einVolumgewicht von ca. 1,0 aufweisen, meistenteils tertiäre, in seltenenFällen sekundäre Alkoholnatur besitzen. Aber auch primären Alkoholen,die teilweise die Bruttoformel C 15 H 24 0 besitzen dürften, sind wir begegnet;s ie scheinen spezifisch leichter zu sein (ca. 0,975), ihr Siedepunkt dürftehöher liegen (vielfach bei 300°, jedoch siedet Betulol niedriger), chemischscheinen sie ferner bicyklische Natur zu besitzen im Gegensatz zu denGliedern der ersteren Gruppe, welche hauptsächlich tricyklisch sind.
Es existiert nun eine Anzahl sauerstoffhaltiger hochmolekularer undhochsiedender Verbindungen als Bestandteile ätherischer Öle, von denen^an auch vielfach die Bruttoformel ermittelt hat; jedoch ist es bishernicht möglich gewesen, sie mit aller Bestimmtheit zu einer der abgehan-delten Gruppen in Beziehung zu bringen. Aus diesem Grunde sind diese•Bestandteile nach dem Vorkommen in ihren Stammpflanzen, und dieseB ach dem natürlichen Pflanzensystem geordnet, in folgendem beschrieben.