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Untergruppe der Amyrole
Charakteristisch für den Santelkampfer ist die Bruttoformel undsein Smp. von ca. 103°. — Über seine Konstitution läßt sich nur an-geben, daß das eine Sauerstoffatom einer Hydroxylgruppe angehört.
283. Untergruppe der Amyrole.
Das westindische Sandelholz wird von Amyrisaxten, besondersAmyris balsamifera L., geliefert, welche zur Familie der Eutaceen gehören;es hat wenig Ähnlichkeit mit dem ostindischen Sandelholz. Das Holzgibt bei Wasserdampfdestillation ca. 1,5—3,5 °/ 0 eines dicken Öles; diesesbesitzt einen schwachen, aber nicht angenehmen Geruch, d = 0,960—0,967,« B = + 24 bis + 29°.
DuliEhe (Journ. Pharm. Chim. VI, 7, 553; C. 1898, II, 136) kommtgelegentlich einer Bestimmung der alkoholischen Bestandteile des ost-indischen Sandelholzöls auch zur Bestimmung der alkoholischen Bestand-teile anderer Öle, die ev. zum Verfälschen des ersteren dienen könnten.D. gibt für westindisches Sandelholzöl an, indem er die alkoholischen Be-standteile auf einen Alkohol C 16 H 2(! 0 berechnet: d = 0,9616, 0,966, 0,953,0,963, Gehalt an Santalylacetat 'im acetylierten Öl 41,93°/ 0 , 53,75 0 / 0 >33,77 °/ 0 , 35,77°/ 0 , optische Drehung im 100 mm-Rohr + 25° 30', + 8° 15',+ 29° 3', Gehalt an Santalylacetat im ursprünglichen Öl 3,96 °/ 0 , l,20°/o'3,12°/ n , 0,87 °/ 0 . Zu diesen Bestimmungen von Seiten Duliekes ist zubemerken, daß die Bestimmung der alkoholischen Bestandteile zu niedrigausgefallen ist, weil, wie sich später durch die Untersuchungen andererForscher herausstellte, die alkoholischen Bestandteile teilweise leichtWasser abspalten und deshalb nicht vollständig acetyliert werden.
Deussen (Ar. 238, 149 und 240 [1902], 288) untersuchte ein west-indisches Sandelholzöl, d 20 = 0,962, \ce] D = + 28°22'; es siedete unterAtmosphärendruck bei ca. 268° unter geringer Zersetzung und im Vakuumunter 23 mm Druck bei 139—174°; die Analysen lassen darin ein Gemengevon Sesquiterpenen und Sesquiterpenalkoholen vermuten (vgl. Cadinen).
v. Soden (Pharm. Ztg. 45, 229; C. 1900, I, 858) verseift westindischesSandelholzöl mit alkoholischem Kali und gewinnt durch fraktionierteDestillation einen Alkohol C 15 H, 5 OH, den er Amyrol nennt, und der ver-schieden vom Santalol ist, d 15 = 0,980—0,982, optische Drehung = ca. +27(100 mm-Rohr), Sdp., 48 = 299—301°, Sdp. n = 151°. Mit Phtalsäure-anhydrid auf ca. 100° erhitzt, spaltet das Amyrol teilweise Wasser ab undgeht in ein Sesquiterpen über; auch mit Essigsäureanhydrid läßt es sichnicht quantitativ verestern (ca. 65 °/ 0 nach 1 x / 2 stündigem Kochen); derEssigsäureester läßt sich leicht unter Bildung eines Sesquiterpens zersetzen.Ev. bildet das „Amyrol" ähnlich wie das „Santalol" ein Gemenge vonzwei einander sehr ähnlichen Sesquiterpenalkoholen. Außer dem „Amyrol'seien im westindischen Sandelholzöl neben geringen Mengen von starkriechenden Substanzen in größerer Menge Sesquiterpene vorhanden. -—
dasdüni