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3 (1906) Sauerstoffhaltige Verbindungen der hydriert-cyclischen Reihe
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Santalole: Vorkommen, Isolierung usw.

Chapman und Buegess sahen in dem Hauptbestandteil des Sandelholzölseinen Aldehyd C 15 H 24 0, daneben komme der Alkohol C 16 H 26 0 vor; Guekbetsieht als Hauptbestandteil des Sandelholzöls einen Alkohol, das er-Santalol,von der Bruttoformel C 15 H 36 0 an, der schwach drehend sei, während sichin geringerer Menge ein stark linksdrehender Sesquiterpenalkohol C 15 H, 6 0finde, v. Soden sieht als Hauptbestandteil des Sandelholzöls ebenso wieSch. u. Co. die alkoholischen Bestandteile an; v. S. gibt an, daß derHauptbestandteil ein «-Santalol sei, welches schwach nach rechts drehe,während das (9-Santalol stark nach links drehe; über die Zusammen-setzung des letzteren wird nichts weiter berichtet. Alle diese Angabenwidersprechen sich mehr oder weniger; nur soviel scheint festzustehen,daß der Hauptbestandteil des Sandelholzöls ein Alkohol ist, der optischschwach aktiv ist, während der zweite Alkohol, der in geringerer Mengevorkommt, den Lichtstrahl stark nach links ablenkt.

Über die Natur der Alkoholgruppe des «-Santalols gibt Guekbet an,daß sie primär sei, womit die leichte und vollständige Acetylierung, sowieauch das Verhalten gegen Phtalsäureanhydrid übereinstimme; jedoch liegtein direkter Beweis für das Vorhandensein einer primären Alkohol gruppebisher nicht vor. Behalten wir den Namen «-Santalol für den Haupt-bestandteil des ostind. Sandelholzöls bei, so würde dieser Alkohol, fürwelchen v. Soden die Formel C 15 H 24 0 vorschlägt, identisch sein mit demAldehyd C 15 H, 4 0, welchen Chapoteaut einerseits und Chapman u. Buegessanderseits als Hauptbestandteil annehmen. Schon durch diese Brutto-formel C 16 H 24 0 würde sich der Hauptbestandteil des Sandelholzöls unter-scheiden von den Sesquiterpenalkoholen C 16 H 26 0; dem aus diesem sauer-stoffhaltigen Bestandteil dargestellten Kohlenwasserstoff käme alsdannnicht die Formel eines Sesquiterpens C 15 H 2i , sondern die Formel C ]5 H 22 zu.

Aus den angegebenen Gründen ist es deshalb auch vorläufig nichtmöglich, eine Entscheidung über den Hauptbestandteil in bezug auf dieZusammensetzung zu treffen, so daß aus diesem Grunde die physik. undehem. Eigenschaften der von den einzelnen Forschern durch fraktionierteDestillation usw. herausgetrennten Bestandteile bei diesen selbst an-gegeben wurden.

Auch über die Identifizierung läßt sich nichts Näheres angeben; dasVolumgewicht des sog. Santalols ist für einen Sesquiterpenalkohol ver-hältnismäßig niedrig, ein Umstand, der für die bieyklische Natur desHauptbestandteils des Sandelholzöls sprechen würde, so daß das Volum-gewicht (ca. 0,975) einigermaßen charakteristisch ist. Auch die Santalen-säure, welche durch Oxydation des Santalols mit Kaliumpermanganat vonChapman und Buegess erhalten wurde, dürfte charakteristisch sein.

Obwohl, wie oben bereits erwähnt, das Sandelholz selbst schon i nvorchristlicher Zeit vielfach Verwendung fand, so dürfte das ätherischeÖl daraus jedoch erst im vergangenen Jahrhundert durch Wasserdampi"destillation gewonnen worden sein. Sowohl das Rohöl selbst, als auchdasSantalol" finden eine ausgedehnte Anwendung nicht nur in derParfümerie, sondern auch in der Medizin. Wissenschaftlich untersucht

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