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3 (1906) Sauerstoffhaltige Verbindungen der hydriert-cyclischen Reihe
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Maticokampfer: Chemische Eigenschaften, Identifizierung

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gibt an, daß der Maticokampfer optisch aktiv ist, [«]#= — 28,73° (inChloroform), im geschmolzenen Zustand auf 15° berechnet [a] D = —29,17°;dagegen ist das spez. Drehungsvermögen der Kristalle ca. 8 mal so großund beträgt —240° (auf 100 mm Plattendicke bezogen). Kügler (B. 16[1883], 2841) hält den Maticokampfer ev. für die Äthylverbindung desgewöhnlichen Kampfers; auf Wasser zeigt er die kreisenden Bewegungendes gewöhnlichen Kampfers.

Thoms (Pharm. Ztg. 49 [1904], 811; vgl. dazu Ar. 242 [1904], 328)untersuchte ein zweifellos aus den Blättern von Piper angustifolium dar-gestelltes ätherisches Ol und fand, daß es Asaron enthielt, ferner Terpeneund schließlich die beiden Apiole. Ferner macht Thoms Mitteilungenüber den Maticokampfer, der ihm von Sch. u. Co. überlassen worden warund stellt fest, daß er bei 94° schmilzt, linksdrehend ist und daß er einenSesquiterpenalkohol von der Formel C 15 H 26 0 darstellt; dieser liefert bei1—2 stündigem Kochen mit 50°/ 0 iger Schwefelsäure ein blaugefärbtesSesquiterpen C 15 H 24 , dessen Hydratation wegen Mangels an Materialnicht ausgeführt werden konnte.

Wie bereits oben angedeutet, enthalten Maticoöle, aus Material her-gestellt, welches nicht von den echten Maticoblättern [Piper angustifolium)stammt, den Maticokampfer nicht; aber auch, wie wir soeben sahen,scheint das echte Maticoöl nicht immer den Maticokampfer aufzuweisen,sondern die Bestandteile dieses Rohöls scheinen wesentlich von demStandort usw. der Pflanze abzuhängen, sowie davon, ob den BlätternBlütenkolben beigemengt sind oder nicht, wie es in letzterer Zeit vielfachgeschieht.

Über die chemischen Eigenschaften des Maticokampfers ist das Wich-tigste bereits mitgeteilt worden; die Wasserabspaltung scheint verhältnis-mäßig leicht vor sich zu gehen, jedoch nicht so leicht, wie z. B. beimPatschulialkohol.

Zur Identifizierung des Maticokampfers eignet sich der Smp. 94°,sowie die Bestimmung der optischen Aktivität und seiner eigentümlichenKristallform.

Obwohl der Maticokampfer von Flücicigek bereits in den siebzigerJahren aufgefunden worden war und die physikalischen Eigenschaftenalsbald von Hintze, namentlich seine kristallographischen Eigenschaften,bestimmt wurden, so ist doch erst von Thoms in den letzten Jahren dieBruttoformel C 15 H 20 O festgestellt und unter Wasserabspaltung aus demKampfer ein Sesquiterpen erhalten worden. — Über die Konstitutionmüssen erst weitere Versuche entscheiden; nach den wenigen bisher mit-geteilten physikalischen Eigenschaften und chemischen Reaktionen läßt sichDicht einmal mit Sicherheit beurteilen, ob ein sekundärer oder tertiärerAlkohol vorliegt.

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Semjii.br, Äther. Öle. III

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