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Gossypium.
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Die groben, grossporigen, dunkler gelb- oder röthlichbraunen Pf erdeschwämme(von Spongia equina), sowie die ähnlichen, aus Westindien zugeführten Bah am a-schwämme (von Sp. usitatissima) dienen hauptsächlich in bekannter Weise zu ökono-mischen Zwecken. Die kleinen, harten, grossporigen, sonst nicht leicht als Badeschwammverwerthbaren Stücke, sowie die Abfälle bei der Mundirung der feineren Sorten werdenals Kropfs oh warn m zur Bereitung der noch in manchen Ländern als Volksmittelgebrauchten Schwamm kohle (Carbo Spongiae, Spongia usta, ihres Jodgehaltes wegen,pag. 456) verkauft.
Laminarin, Stipes Laminariae, Laminariastiel. Der getrocknete unterestengelartige Theil von Laminaria Cloustoni Edm. (Laminaria digitata Lamour.),einer an felsigen Meeresküsten in fast allen Welt.thcilen häufig vorkommenden Fucoidee.
Das olivengrüne, lederartige Lager derselben ist in seinem oberen Theile zueiner im Umrisse länglichen oder kreisrunden, bis 15 Dm. langen und entsprechendbreiten, durch tiefe Einschnitte in mehrere Segmente handförmig getheilten Scheibe(Blatt) entwickelt, welche nach abwärts sich plötzlich in einen bis 2 Meter langen, imoberen Theile etwas nachgedrückten, weiterhin aber oylindrisohen und bis zu einemDurchmesser von 3—1 Gm. an Dicke allmählich zunehmenden Stiel zusammenzieht. Dieserendet mit einem wurzelartig verzweigten Haftorgan. Im Handel kommt ni-r der stiel-förmige Theil des Lagers vor.
Es sind mehrere Decimeter lange und bis 1 Cm. dicke, an der Oberfläche längs-runzelige und grobgefurchte, graubraune, gerade oder zusammmengebogene cylindrischeStücke von homartiger Consistenz. Eine daraus hergestellte Querscheibe quillt in Wassersehr stark (um das 4—öfache) auf und zeigt innerhalb der dunkelbraunen Rinde einevon ansehnlichen Schleimhöhlen durchzogene Mittelschicht. Das innere markartige Ge-webe darf nicht hohl sein. Daraus geschnittene und geglättete Stäbchen (Laminaria-stifte, L.-Sonden etc.) von verschiedener Länge und Dicke werden als Ersatz des Press-schwamnies zur Dilatation von Canälen in der Chirurgie und Gynäkologie verwendet.
Sollen sie gleichmässig wirken, so müssen sie, wegen der ungleichen Quellbarkeitder im Stiele von aussen nach innen aufeinander folgenden Gewebsschiehten (die innerenstärker als die äusseren), möglichst genau in der Längsachse desselben geschnitten sein.
Zu gleichen Zwecken dienen die seit einigen Jahren im Handel vorkommendenTup elos tifte, hergestellt aus dem ausserordentlich leichten und weichen, etwasgclblichweissen Holze von Nyssa aquatica L., einer im südlichen Gebiete derVereinigten Staaten Nordamerikas an wasserreichen Stellen häufig wachsenden baumartigenNyssacee. Auch Quellsonden aus Radix Gentianae (pag. 212) sind benützt worden.
388. Gossypium, Baumwolle. Die Samenhaare von Gossypiumherbaceum L., G. arboreum L. und anderen in den Tropen ein-heimischen und in den meisten heissen und wärmeren Gebieten derErde im Grossen eultivirten Gossypinmarten aus der Familie derMalvaceen.
Es sind 1—4 Cm. lange, an 10—40 Mikromillim. breite einfache Zellen, imallgemeinen von kegelförmiger Gestalt, sehr häutig plattgedrückt und um ihre Achsegedreht. Ihre meist farblose Zellwand umgibt einen weiten, gewöhnlich lufterfülltenHohlraum, ist an der Aussenüäche cuticularisirt, bestellt aber sonst im wesentlichenaus reinem Zellstoff (löslieh in Kupferoxydammoniak, sich blau färbend durch Jod mitSchwefelsäure oder Chlorzinkjod).
Die durch Auskochen in Sodalösung und sorgfältiges Waschengereinigte Baumwolle, Gossypium depuratum, welche jetztallgemein in der chirurgischen Praxis eingeführt ist. sei weiss, vonBeimengungen vollständig und von Fett fast frei; sie darf nicht mehrals 0,6 — 0,8% Asche liefern, befeuchtetes Lackmuspapier nicht ver-ändern und muss in Wasser sofort untersinken (Ph. Germ.).
Diese letztere Eigenschaft beruht darauf, dass die. gereinigte (entfettete) Baum-wolle die Fähigkeit besitzt, Wasser und wässerige Flüssigkeiten (Blut, Wundseerete etc.)begieriger als gewöhnliche Baumwolle aufzusaugen.
Die Baumwolle und deren Fabrikate überhaupt (Watta, Gossy-pium in tabulis, verschiedene Gewebe, Tela Gossypii, wie
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