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Bernatzik-Vogl's Lehrbuch der Arzneimittellehre : mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen und deutschen Pharmakopoe
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MUMM

Pyramidon etc.

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dem Antipyrin anzusehen sein. Für Erwachsene erscheinen Dosen von 0,3—0,5, 1- bis2mal tägl., zweckmässig. Auch gegen Schmerzen verschiedener Art hat sich das Mittelbewährt.

Auch Horneffer, Roth (1898) u. a. rühmen die prompte Wirkung des P. als Anti-pyreticum und Antineuralgicum. Roth bezeichnet es als eines der zuverlässigsten Anti-pyretica, welches bei hektischem Fieber besser wirkte, als die anderen Fiebermittel;nur in relativ wenigen Fällen wurde es nicht vertragen. Bei acutem Gelenksrheumatismusgleiche es dem Natr. salicyl., ohne dessen unangenehme Nebenwirkungen zu theilen undebenso bemerkenswert!! sei seine schmerzlindernde Wirkung. Bei Kopfweh (0,3—0,5)war es fast stets wirksam; die Wirkung tritt selten vor 1 / 2 Stunde, manchmal nach1—2 Stunden auf; bei Neurasthenikern und Hysterischen versagte es oft (Latiden-heimer 1898). Dagegen waren die Erfahrungen von Brandßis (1898) bei der BehandlungTyphöser recht ungünstig (0.1—0,2); es trat wohl antipyretische Wirkung ein, aberlangsam und unsicher, ausserdem wurden enorme Schweisse, grosse Abgeschlagenheitund einmal Collaps beobachtet. Feuerstein (1897) beobachtete wohl (bei Phthisikern) faststets antipyretische Wirkung; dagegen erwies sich das Mittel als Antirheumaticum(0,5 mehrmals täglich) und als Antineuralgicum als ungenügend oder nicht besondersbrauchbar.

Von in jüngster Zeit empfohlenen, hieher gehörenden Mitteln mögen noch an-geführt werden: Phenosal (Salicylessigsäure-p-Phenetidin) und Pyrosal (Salicyl-essigsaures Antipyrin), in Wasser, Weingeist und Aetiler schwer lösliche Krystallpulver,ersteres bei 182", letzteres bei 149—150° schmelzend. Von Burghart (1898) klinischgeprüft; es sollen damit als Antip3'retiea und Antineuralgica gute Erfolge erzieltworden sein. Int. zu 0,5 p. dos., 2—ömal tägl.

Phesin (ein Sulfoderivat des Phenacetins) und Cosaprin (ein Sulfoderivat desAntifebrins), blassrothbraunes, resp.grauweisses, amorphes, geruchloses, salzig schmecken-des, sehr leicht in Wasser lösliches Pulver. Beide Präparate sollen eine energische anti-pyretische Wirkung besitzen und vom Phenacetin resp. Antifebrin sieh durch Leichtlös-lichkeit, rasche Wirkung und Unschädlichkeit vortheilhaft unterscheiden. Die Wirkungsoll aber nur von kurzer Dauer sein (Zoltan v. Vdmossy und B. Fenyvessy, Therap.Monatsh. 1897).

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