und
E. Acria antidyscratica.
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man, mit der 3—4faclien Menge verdünnten Weingeistes gemischt, zu 2—12 gtt. all-mählich steigend mehrmals täglich, doch ohne 24 gtt. p. die zu übersteigen, nehmenlässt. Extern die Tinctnr, mit "Wasser verdünnt (1: 20—30) auf scrophulöse Geschwüre,unverdünnt bei Drüsenverhärtungen; auch hypodermatisch (unverdünnt oder mit Wasser,0.3-0,5 : 1,0 Aq.).
264. Cortex Condurango, Condurang.orinde. Die getrockneteRinde des Stammes und der Zweige von Gonolobus CondurangoTriana, einem klimmenden Strauche auf den Anden des äquatorialenAmerikas aus der Familie der Aselepiadaceen.
Leichte, 1—2 Cm. breite, 1—3 Mm. dicke Röhren und Halbröhren, aussen bedecktmit einem grau-bräunlichen oder braunen, längsrunzeligen oder warzig-rissigen Periderm,auf der grau-bräunlichen Innenfläche grobgestreift, im Bruche faserig oder etwas körnig,mikroskopisch ausgezeichnet durch zahlreiche Sklerenchymzellennester und Milchsaft-gefässe in einem theils zusammengesetzte Stärke, theils morgensternförmige Kalkoxalat-krystalle führenden Parenchym.
Eine genaue chemische Untersuchung der (frisch angeblich balsamisch riechenden)etwas bitter schmeckenden Rinde ist noch ansständig. G. Vulpius (1872) fand darin unteranderem Spuren eines Bitterstoffes, Flückiger (1882) ausserdem, gleichfalls in sehr ge-ringer Menge, ein (amorphes) Alkaloid. Nach Robert (1888) enthält sie mindestens dreiwirksame Bestancltheile, nämlich 2—3 Glycoside und ein Harzglycosid (vergl.S. Juhna in Kobert's Arb. IV, 1890), welche qualitativ gleich wirken. Die von Vulpius(1885) als Condurangin bezeichnete glycoside Substanz ist ein Gemenge von zweidieser Glycoside und ist besonders durch die Eigenschaft ausgezeichnet, beim Erwärmen"er wässerigen Lösung wie Eiweiss zu gerinnen, weshalb in einem heiss filtrirten Decootder Rinde kein Condurangin enthalten ist. Carrara (1891) erhielt aus dem Fettwachsrück-stande der Rinde einen phj'tosterinartigen, aber amorphen Körper, Conduransterin.Der Aschengehalt der Rinde wird mit 12% angegeben. Die Asche ist manganhältig.
Die Wirkung des Condurangins ist in erster Linie auf das Centralnervensystemgerichtet. Nach kleinen Dosen kommt es zu ataktischen Veränderungen des Ganges,nach etwas grösseren werden die Versuchsthiere unbeholfen, wackeln beim Gange und'allen auf die Seite. Noch grössere Dosen führen zu grosser Unruhe und heftigen eloni-«chen Krämpfen. Diesem Stadium der Erregung folgt ein solches der Lähmung, inwelchem die Reflexe noch deutlich erhöht sind. Die elektrische Erregbarkeit der peri-pheren Nerven und der Muskeln ist anfangs gesteigert, später herabgesetzt. Als weitereErscheinungen nach grossen Dosen wurden noch Abnahme und Verlust der Fresslust,Speichelfluss und Erbrechen beobachtet. Auf das Herz, die Blutgefässe, den Blutdruckund das Blut soll das Condurangin keinen nennenswerthen Einfiuss besitzen. Als tödt-'iclie Dosis für die Fleischfresser wurden ca. 0,02 pro Kgrm. Thier erkannt; bei Pflanzen-fressern ist sie ungefähr dreimal grösser. (Vergl. G. Juhna.)
Die Condurangorinde, 1871 als Krebsmittel von Ecuador aus bekannt-gemacht, fand in Europa anfangs keine besondere Beachtung. Später sindmdes von mehreren Seiten günstige Erfolge ihrer Anwendung bei Magen-leiden, speciell bei Magenkrebs, mitgetheilt worden. Es wird hervorge-hoben, dass sie dabei wenigstens ein werthvolles symptomatisches Mittel(gegen die heftigen Schmerzen, das Erbrechen etc.) und Stomachicum sei.
Aus den Mittheilungen von L. Ricas (1887) lässt sich entnehmen, dass unter derwiisequenten monatelangen Anwendung des Mittels (10,0 im Decoct auf 180,0 Col. mit"0,0 Syr. Cort. Aurant). die Symptome bei Magencarcinom sich mildern und Fälle vonschweren, unter dem Bilde des Magencarcinoms verlaufenden Magenleiden wesentlichgebessert und auch geheilt werden (Besserung des Appetits schon nach kurzer Zeit,Schwinden der Uebelkeiten, Verminderung oder gänzliche Beseitigung des Erbrechens undn, er Schmerzen, Zunahme der Kräfte und des Körpergewichtes, Zurückgehen, in einzelnenFällen selbst Schwinden des Magentumors).
Intern im Decoct oder zweckmässiger im Macerationsdecoct(12stirndige Maceration, dann in der üblichen Zeit im Dampfbade erhitztund erst nach 12stündigem Stehenlassen bei gewöhnlicher Temperaturcolirt, Vulpius) zu 10,0—15,0 auf 180,0—250,0 Col., 3—4mal tägl.l~-2 Esslöffel. Extern die Rinde als Streupulver, zu Umschlägen(Decoct) etc.
•JB