Kaliumpräparate;
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Aus der physiologischen Wirkungsweise, insbesondere arzneilichnichtiger Alterantia (Quecksilber, Arsen, Phosphor etc.), lassen sich dieIndicationen für die therapeutische Anwendung derselben nicht leichtableiten; man ist vielmehr in praxi bestrebt, die bei ihrer Anwen-dung auftretenden physiologischen Wirkungen so wenig als möglichzur Entfaltung gelangen zu lassen, und verabreicht sie daher gewöhn-ten in den kleinsten therapeutisch noch zulässigen Dosen.
So allgemeine und unklare Begriffsbestimmungen, wie sie für Alterantia undeesolventia gelten, lassen die Grenzen nach allen Richtungen offen und auf Mittel aus-dehnen, welche nach ihren anderweitigen pharmakodynamisehen Eigenschaften hier aus-geschlossen werden müssen. Dadurch reducirt sich die Gruppe der Alterantien auf einegeschränkte Zahl meist sehr different zum Organismus sich verhaltender Mittel, nament-llc " aus der Ciasse der Metalle und Metalloide mit ihren Verbindungen, von denen'nizelne derselben manches Gemeinsame in ihren chemischen und physiologischen Be-ziehungen erkennen lassen, wie z. B. Phosphor, Arsen und Antimon, während andere,*}e Jod, Quecksilber und Gold, nur in Hinsicht auf ihre Heilwirksamkeit einander siehnahern und ein dem Begriffe der Eesolventia näher tretendes Verhalten zeigen, weshalb°je auch als Eesolventia metalliea (Alterantia antiplastica) betrachtet wurden, im' j egensatze zu den Präparaten des Silbers, Kupfers, Zinks und ähnlich sich verhaltenderMetalle, welche man mit Rucksicht auf ihre die Gewebe verdichtende Eigenschaft als"-onsolidantia metalliea bezeichnet hatte.
Kalium präparate.
In der Pflanze wie im Thierkörper sind die anorganischen Ver-bindungen grösstentheils an organische Substanzen, namentlich anei weissartige Körper gebunden und stehen so zu den Lebensvorgängendes Organismus in den innigsten Beziehungen. Neben den Erdphos-phaten und dem Eisen, als wesentlichem Bestandteile der Blutzellen,kommt den Verbindungen der Alkalimetalle (Kalium und Natrium), ins-besondere jenen mit Kohlensäure, Phosphorsäure und Chlor mit Rücksichtatri ihre chemischen, wie auch auf ihre Lösungs- und Diff'usionsver-Jl; dtnisse eine eminente Bedeutung für die Entwicklung und das Waehs-thuii) (j es Körpers, für die Ernährungsvorgänge, die Se- und Excre-tionen zu.
Die Vertheilung der alkalischen Basen im Organismus ist eine ungleiche. Währendni Blut- und Lymphserum, im Mund- und Bauchspeichel, in der Galle und den Gewebs-tissigkeiten fast ausschliesslich Natriumsalze vorkommen, überwiegen in den zelligen'-einenten, namentlich den Blutkörperchen, sowie in den Geweben des Körpers diey^'iumsalze und neben diesen auch die an Calcium und Magnesium gebundene, 10s pliorsäure, im Gegensatze zum Chlor, welches als Chlornatrium in den thierischen. assigkeiten vorherrscht. Während die mit dem Eiweisse der Zellen und der Gewebefester Verbindung stehenden Salze einem verhältnissmässig geringen Wechsel unter-Wien sind und erst beim Zerfallen des Organeiweisses in die Säftemasse übergehen,terliegen die in gelöster Form in den plasmatischen Flüssigkeiten circulirenden Salzenein fortwährenden Wechsel, sowie beständiger Abfuhr, welche mit einem Theile derUeberschusse mit der Nahrung zugeführten Salze hauptsächlich durch den Harn°lgt. Indem die Alkalien die eiweissartigen Substanzen in löslichem Zustande er-V !, e . n ' erm öglichen sie deren fortgesetzte Oxydation, wie auch die anderer organischerei'bindungen bei Zufuhr von Sauerstoff in den Organismus, und bilden so einen wesent-c "en Factor für die Vorgänge des Stoffwechsels und die Wärmeerzeugung. Zugleich^ermitteln sie die Ausscheidung der durch Oxydationswirkung hervorgegangenen sauren., , ucte (Schwefelsäure, Kohlensäure, Harnsäure etc.) mittels der verschiedenen Se-Ull( l Excrete.
Eine fortgesetzte regelmässige Zu- und Abfuhr alkalischer Salzeist fjj r dj e j; x jgt enz d es Organismus ein unabweisliches Bediirfniss.''nkt die Zufuhr derselben, oder wird sie gänzlich unterbrochen, sor eten nach allen Richtungen Störungen, endlich Aufhören der fune-
V °gl-Bernatzik, Arzneimittellehre. 3. Aufl.
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