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Bernatzik-Vogl's Lehrbuch der Arzneimittellehre : mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen und deutschen Pharmakopoe
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B. Säuren organischer Constitution.

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Fruetus Belae, Marmelos- oder Belafrüclite. Die getrockneten halbreifenFrüchte von Aegle Marmelos Corr., einer in Ostindien einheimischen und cultivirtenbaumartigen Auramtiacee. Im reifen Zustande werden die kugeligen oder eirunden apfel-grossen, aussen gelblichgrünen Früchte, deren meist 12 mehrsamige Fächer in einemschleimreichen säuerlich-süssen Fruchtfleische eingebettet sind, genossen; zu medicinischen^wecken dienen die halbreifen zerschnittenen und getrockneten Beeren. Die Segmentezeigen alsdann eine harte, fast holzige, dicke, gelbbraune Fruchtschale und das einge-trocknete hornartig harte, an der Oberfläche tief braun- oder orangeroth gefärbte, ander Bruchfläche aber fast farblose Fruchtfleisch, welches in "Wasser stark aufquillt undeinen schleimig-säuerlichen, aber weder aromatischen, noch zusammenziehenden Geschmackbesitzt. Gerbstoff ist wenigstens mikrochemisch nicht nachzuweisen. In ihrer Heimatdienen sie schon seit langem als sehr geschätztes Mittel bei Diarrhoeen und Dysenterien &d sind sie in neuerer Zeit auch in europäischen Pharmakopoeen (England, Schweden)a uigenommen worden. Man verwendet hauptsächlich ein aus ihnen bereitetes Extractumliquidum zu 4,0—10,0 p. die.

Eine gleiche Anwendung finden auf den Philippinen die Fruchtschalen (imDecoct) der Mangostane, Garcina Mangostana L., aus der Familie der Clusiaceen,welche in Ostindien der wohlschmeckenden Früchte wegen häufig eultivirt ist. Letzteresollen im unreifen Zustande als Substitution der Belafrüclite vorkommen (Bentley 1867).

II