B. Säuren organischer Constitution,
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denen krankhaften Zuständen, so bei Plethora abdominalis, bei Hyperämien der Leber," e i habitueller Stuhlträgheit etc. Gewöhnlich lässt man hiebei tagsüber 3—8 Pfund,unter Umständen aber nur 1—2 Pfund "Weintrauben (ohne Kerne und Bälge) auf 3 bis
* Tagesabschnitte (morgens vor dem Frühstück, im Verlaufe des Vormittags, nachmit-tags zwischen 3 — 5 Uhr und allenfalls auch noch nach der Abendmahlzeit) vertheilt^ehmen. In ähnlicher Art wie die Weintrauben können auch andere Obstsorten, wieAe pfel, Birnen, Erdbeeren u. a., verwendet werden.
Zur Herstellung officineiler Präparate werden die nachfolgenden
* rüchte von meist einheimischen oder hei uns eultivirten GewächsenSrösstentheils im frischen reifen Zustande benützt.
a) Fructus Mali, Poma aeidula, Aepfel. Zu pharmaceutischen^wecken, zur Bereitung des Extractum Malatis Ferri (pag. 241)forden nur säuerlieh schmeckende Sorten des eultivirten Apfelbaumes,"yrus Malus L., wie die Borstorfer, rothen Rostocker, Rambour-^epfel, die Reinetten etc. verwendet. Sie enthalten neben Zucker und"ectinstoffen besonders reichlich Aepfelsäure.
b) Fructus Cerasi, Cerasa aeida, Sauerkirschen, Weichsein,^e bekannten reifen Früchte von Prunus Cerasus L. Var. austera,^ ] t wasserhellem, sauer und süss schmeckendem, an Aepfelsäure reichemsafte. Sie dienen zur Bereitung des Weichselsyrups, Syrupus"erasorum Ph. Germ.
Die Süsskirschen, Kirschen, von Varietäten des Vogelkirschbaumes, Prunusav Him L., zeichnen sich durch einen purpurrothen und zuckerreichen Fruchtsaft aus.
c) Fructus Rubi Idaei, Himbeeren, die bekannten reifen^ehrfachen Steinfrüchte der einheimischen halbstrauchartigen Rosacee|fubus Idaeus L., von lieblichem Geruch und angenehm süss-säuer-hehem Geschmack, enthalten Aepfel- und Citronensäure, Zucker (4—5%),Schleim, Spuren eines ätherischen Oeles etc. und dienen zur Bereitungder folgenden officinellen Präparate:
1. Aqua Rubi Idaei, Himbeerwasser Ph. A., wässerigesDestillat aus den frischen Früchten. Angenehm riechendes ExcipiensUr td Corrigens für Mixturen.
2. Syrupus Rubi Idaei, Himbeersyrup Ph. A. et Germ. Ausden frischen Früchten unter Zusatz von Zucker hergestelltes, besondersa ls Corrigens für Mixturen und Getränke sehr beliebtes Präparat.
, d) Fructus Ribium, Johannisbeeren, die bekannten reifenkugelrunden, erbsengrossen, sehr saftreichen Beeren der einheimischenstrauchartigen Ribesiacee Ribes rubrum L., von angenehm süss-sauerlichem Geschmack, Aepfel- und Citronensäure, Zucker (ca. 6%),"eetinstoffe etc. enthaltend, dienen zur Bereitung des gleich dem Himbeer-Und Weichselsvrup verwendeten Johannisbeersyrups, SyrupusKl hium Ph. A"
e) Fructus Mori nigrae, Schwarze Maulbeeren, die reifensaftig en eirunden Scheinfrüchte von Morus nigra L., einem angeblichaus Persien stammenden, bei uns in Gärten gezogenen Baume aus der* ar nilie der Moraceen. Ihr purpurrother säuerlich-süsser Fruchtsaft ent-hält neben Pflanzensäuren über 9% Zucker und dient zur Bereitung^ e s gleich den oben angeführten Syrupen benützten Maulbeersyrups,Syrupus Mororum Ph. A.
f) Fructus Sambuci, Hollunderbeeren. Die reifen schwarzenSteinbeeren von Sambucus nigra L., einer bekannten einheimischenstrauchartigen Caprifoliacee, von eigenthümlichem Geruch und säuerlich-
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