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II. Emollientia.
geschwürigen Erkrankungen der Verdauungswege, bei Vergiftungen mitätzenden und scharfstoffigen Substanzen, dann bei Reizzuständen derLuftwege, indem sie das Gefühl von Trockenheit, Rauhigkeit und Kratzenim Halse mindern, sowie den Reiz zum Husten massigen, als auchäusserlich zu einhüllenden, deckend und reizmildernd wirkendenMund- und Gurgelwässern, zu Einspritzungen in Wund-, Schleimhaut-höhlen und Canäle, um die durch Entzündung, Excoriation und Uleerationempfindlichen Theile mit einem schützenden Ueberzuge zu versehen, zuWaschungen und Fomenten auf Abschürfungen, bei Verbrennungen,schmerzhaften Ausschlägen etc., zu localen und allgemeinen Bädernwie auch zum Ueberstreichen und zum Verbände von wunden und ent-zündeten Theilen.
Die Fettmittel ersetzen, auf die Haut gebracht, überdies die un-genügende Talgsecretion und beseitigen die durch sie bedingten krank-haften Veränderungen der Hautdecken. Vielfach werden sie zu kosme-tischen Zwecken verwerthet.
Im allgemeinen müssen die Mittel, welche die Heilwirkungen derEmollientia zu realisiren bestimmt sind, in flüssiger Form, eher wannals kalt gebraucht und bei externer Anwendung länger belassen werden.
Ausserdem werden die hier gedachten Mittel als schlüpfrig-machende (Lubricantia), die Muzilaginosa überdies noch als Klebe-mittel (Agglutinantia) verwerthet.
Indem besonders die Fette die Adhäsion der Organflächen zu densie berühren den Dingen mindern, erleichtern sie die Elimination vonGerinnseln, Concretionen, Kothmassen und fremden Körpern aus ihrenHöhlen, verhüten das Ankleben an den Wundrändern, ermöglichen dasEinbringen von Instrumenten, arzneilichen Präparaten und deren Trägernin Canäle und Höhlen des Körpers, sowie der Finger und Hände zuUntersuchungs- und operativen Zwecken.
Als Klebemittel dienen sie zur Vereinigung von Wunden. zumFesthalten aus ihrer Lage gewichener Theile (Leim- und Kleisterver-band), wie auch zur Realisirung anderer chirurgischer Leistungen.
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A. Amylacea, Stärkemittel.
33. Artiylum, Stärke, Stärkmehl. Wird fabriksmässig aus ver-schiedenen , daran besonders reichen Theilen zahlreicher, im Grossencultivirter Pflanzen im allgemeinen durch Zertrümmerung der Gewebe,Aufschwemmen der aus den zerrissenen Zellen freigewordenen Stärke-körnchen in Wasser, Absetzenlassen und Trocknen gewonnen.
Bekanntlich gehört die Stärke zu den verbreitetsten Zellinbaltsstolfen der Pflanzenund findet sieh hier am reichlichsten abgelagert in den Reservestoffbehältern (Knollen,Wurzeln, Samen etc.). Sie kommt jederzeit geformt vor und bildet verschieden gestaltete,fast immer farblose und durchsichtige Körnchen von 1—150 Mikronüllimeter Grösse..Diese sind bald einfach und dann gewöhnlich sphärisch (kugelig, eirund, elliptisch,eiförmig etc.), seltener gerundet — oder scharf polyedrisch, bald zusammengesetzt, regel-oder unregelmässig und dann in ihren Bruchkörnern paukenförmig oder zum T/heil ge-rundet, zum Theil kantig oder aber durchaus polyedrisch. Viele Körner zeigen einenhellen Kern oder an dessen Stelle eine lufterfttllte Kernhöhle oder Kernspalte und an dengrösseren ist häufig eine deutliche concentrische oder excentrische Schichtung wahrnehmbar.
Das Stärkmehl des Handels kommt bald in Form eines feinen,weissen, geruch- und geschmacklosen Pulvers, bald in zu einem solchen