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1". Propbylactiea. ]. Antiparasitiea.
verstärktem Masse rhieSalivation, aber auch
Gegenüber dein Kaninchen machte sieh bei der KatzeVermehrung der verschiedenen Secretionen bemerkbar, zuPolyurie und reichliche Darmentleerungen neben Erbrechen.
Säuger sind dein Gifte gegenüber widerstandsfähiger als Frösche. Pro Kilo Kaninchenbeträgt die mittlere letale Dosis 0,05 subcutan.
Kosotoxin zeigt eine grosse Aehnlichkeit sowohl im chemischen Verhalten, wieauch in der pharmakologischen Wirkung mit der Filixsäure aus Radix Filicis maris, mitder Pannasäure aus Radix Pannae und mit der Polystichnmsäure aus Polystichumspinulosnm Sw. (siehe weiter unten bei Rad. Filicis maris). Alle diese Substanzen besitzenanaloge Löslichkeitsverhältnisse und enthalten als einen Componenten Butter- oder Iso-buttersänre. Insbesondere stimint die Filixsäure mil Kosotoxin iiberein in der peripherenMuskel Wirkung, in dem am Froschherzen beobachteten diastolischen Stillstand und indem Fehlen einer Alteration der sensiblen Nerven und der vasomotorischen Centren,sowie in dem Nachweis inner reducirenden Substanz im Harm' vergifteter Kaninchen.Abweichend ist, dass bei der Filixsäure hochgradige Lähmungs- und Erregungszuständedes Cen'tralnervensystems auftreten (Handmann).
Guter, sogenannter rother Koso muss ein frisches Aussehen haben, kenntlich anden mehr oder weniger lebhaft roth gefärbten Kelch- und Deckblättern und durchausabgeblühte weihliche Blüthen enthalten: nieitt zulässig ist der weniger wirksame soge-nannte braune Koso. welcher ans jüngeren weiblichen und beigemischten männlichenBlüthen besteht, sowie eine alte, verlegene, ganz braune, kaum mehr röthliche Waare.Die von den Stielen befreiten Blüthen sind sorgfältig aufzubewahren und am bestenerst unmittelbar vor der Dispensation zu pulvern, da länger aufbewahrtes Kosopulverganz unwirksam wird.
Die ersten Nachrichten über dieses in Abyssinien am höchsten geschätzte, Band-wurmmittel rühren von Bruce aus dem vorigen Jahrhundert her; ausführlicher berich-tete darüber 1822 der französische Arzt. Brayer in Constantinopel; zur häufigeren An-wendung in Europa kam das .Mittel vor etwa 50 Jahren.
Koso wirkt, wenn von guter Qualität und in entsprechender Artgereicht, sicher. Leider ist frische Waare nicht oft zu haben. In denüblichen Dosen erzeugt das Mittel oft Uebelkeit und Erbrechen, zuweilenKolik und Diarrhoe. Man gibt es Erwachsenen zu 15,0—25,0 in 2 bis3 Portionen '/„stündlich, am zweckmässigsten, dem Gebrauche inAbyssinien entsprechend, als Schüttelmixtur mit warmem Wasser,schwarzern Kaffee etc., auch im Electuarium oder in Tabletten (kleinenTäfelchen aus comprimirteni Kosopulver, mit einer Zuckerhülle, von1,0 Gewicht; Rp. 208) morgens nüchtern nach der üblichen Vorcur.Erfolgt 2—3 Stunden nach der letzten Gabe kein Abführen, so reichtman ein Laxans.
Statt der Flores Koso kann man sich des Kosins. Kosinum (Kussinum), be-dienen, entwider des reinen krystallisirten (von Merck) oder des sogenannten BeofaW'schenKussins, welches ein grauweisses, zum Theil kristallinisches, bitter und kratzendschmeckendes, nach flüchtigen Fettsäuren riechendes Pulver darstellt und nach Buchheim(1878) aus reinem Kosin und amoiphen Umwandlungsproducten desselben infolge derDarstellung besteht. Es soll jedoch die Flores Koso an Sicherheil der Wirkung nichtwesentlich übertreffen. Zu 2.0—3.0. in 2—3 Dosen abgetheilt, in Intervallen von ',,bis '/._, Stunde, in Oblaten oder Pillen (Rp. 9).
Neuesten« (1897) wird gemeldet, dass der Negus Menelik von Abyssinien einenGarten mit Kosobäumen anlegen und in dessen Nähe Bienenstöcke aufstellen liess. daman glaubt, dass der von den Bienen gesammelte Honig das wirksame Princip derKosoblüthen enthalte. Dieser Honig soll in der That eine stark antholminthische Wirkunggezeigt haben und dabei frei sein von den den Kosoblüthen selhsl zukommenden unange-nehmen Nebenwirkungen.
2. Kamala. Glandulae Rottlerae, Kamala. Die erbsengrossenFrüchte der im südlichen und südöstlichen Asien, sowie in einem grossenTheile von Neuholland wachsenden baumartigen Enphorbiacee MallotusPhilippinensis Müller Argov. (Rottlera tinetoria Roxb.) besitzen einendrüsig-haarigen Ueberzug, der von der Oberfläche der Früchte abgestreiftund gesammelt, unter den obigen Bezeichnungen bekannt ist.