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I. Prophylactica. 1. Antiparasitica.
Existenz gefährden oder unmöglich machen; zum Theil kommen auchdie durch viele Anthelminthica mehr oder weniger stark angeregten Darm-bewegungen in Betracht, indem dadurch die Würmer gezwungen werden,ihren Stand- oder Befestigungsort zu verlassen.
Von praktischem Interesse sind folgende Helminthen:
1. Nematoden: Ascaris lumbricoides Cloq. (Spulwurm), Oxyurisvermicularis L. (Spring- oder Fadenwurm), Dochmius duodenalis Dub.(Ankylostomum duodenale) und Trichina spiralis Owen.
2. Cestoden: Taenia solium L., Taenia mediocanellata Küchenm.(T. saginata Göze) und Botriocephalus latus Brems.
Alle bewohnen den Darmcanal, nur Trichina spiralis, als Muskel-trichine, kommt in den Muskeln vor.
Die meisten Anthelminthica sind vegetabilische Mittel, deren thera-peutisch wirksame Bestandteile zum grossen Theil nicht näher erkannt,jedenfalls aber sehr verschiedener Natur sind. Der Schauplatz ihrerWirkung ist nach dem Obigen das Darmrohr; nur bei den Muskel-trichinen hat man einige Mittel versucht, von denen man annahm, dasssie nach ihrer Resorption imstande wären, auf sie deletär einzuwirken(so die Pikrinsäure und das pikrinsaure Kalium), was aber die Erfahrungnicht bestätigt hat.
Vom praktischen Standpunkte lassen sich die Anthelminthica, je nach-dem sie zur Beseitigung von Bandwürmern oder von Rundwürmern dienen,unterscheiden als A. Cestodenmittel und B. Nematodenmittel.
Im folgenden sind sie darnach gruppirt und an die Nematodenmittel die sonstigenParasitenmittel gereiht, wobei bemerkt wird, dass hauptsächlich nur die thierischenSchmarotzer, welche als EpizoÖn dem Menschen angehören, berücksichtigt wurden, dadie Bekämpfung der Parasiten vegetabilischen Ursprungs überwiegend in den Bereich dernächstfolgenden Gruppe der Antiseptica fällt.
A. Cestodenmittel.
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Die Sicherheit des Erfolges dieser Mittel hängt aussei' von der Natur, der spi ei-nsehen Organisation, dem Alter etc. des Bandwurms hauptsächlich ab:
1. von der Quantität des Mittels, insoferne als nur genügend grosse, und zwarim allgemeinen grosse Gaben den Erfolg sichern;
2. von seiner Qualität und Zubereitung. Die Erfahrung lehrt, dass diemeisten Bandwurmmittel bei längerem Liegen, besonders wenn sie nicht zweckmässigaufbewahrt werden, ihre Wirksamkeit ganz oder grösstenteils einbüssen. Eine möglichstfrische Beschaffenheit ist daher unerlässliche Bedingung zum Gelingen der Bandwürm-ern'. Die so häufigen Misserfolge sind zum grossen Theile auf den Umstand zurück-zuführen, dass gerade unsere am häufigsten gebrauchten Cestodenmittel in altem, abge-legenem, verwahrlostem Zustande zur Anwendung kommen. Bei manchen ist auch Ver-fälschung im Spiele. Bei den meisten empfiehlt sich die Darreichung in Substanz alsdie wirksamste Medication, bei manchen sind auch Extraete, selten die wässerigenAuszüge wirksam;
3. von einer zweckmässigen, durch eine entsprechende Unterstützungseur ein-geleiteten und von einer solchen begleiteten Methode der Darreichung. Man lässlden Patienten 12—24 Stunden fasten und reicht ein Abführmittel, um den Darmcanalzu entleeren und dadurch die Wirkung des Anthelminthieum auf den Parasiten zu sichern.Seine Herausbeförderung unterstützt man gleichfalls durch ein Purgans, welches man,wenn 2—3 Stunden nach der Darreichung des Bandwurmmittels der Abgang des Cestodennicht erfolgt, darreicht; auch wohl durch Klysmen oder nach Mosler's Vorsehlag durchDarmausspülung mit der Hegar'sehen Vorrichtung;
4. von der Individualität des Patienten. Manche Menschen haben einenunüberwindlichen Abscheu gegen das Einnehmen der grossen Dosen wurm widriger Mittel.Bei dem Versuche, solche zu nehmen, tritt Ekel, und wenn sie das Mittel wirkliehgenommen haben, jedesmal Erbrechen ein, wodurch natürlich jeder Erfolg illusorisch