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1 (1913)
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ii?

Bei langsamem Erhitzen bildet sich meist schon zwischen 55und 60° eine Gerinnung.

Bei Hydrolyse des Glycinins mit verdünnter Salzsäurefanden Tu. Osboene und S. H. Clapp 1 ) als HauptspaltungsprodukteGlutaminsäure (19.46%), Leuzin (8.45%), Arginin (5.12%),ferner Asparaginsäure (3.89%), Phenylanalin (3.86%), Prolin(3.78 %), Lysin (2.71 %), Ammoniak (2.56 %). Nur in geringerMenge waren Tyrosin, Histidin und Glykokoll und nur spuren-weise Alanin, Serin und Tryptophan nachweisbar. Unter denFäulnisprodukten des Sojabohnenmehles fand K. Yoshimuea 2 )^-Imidazoläthylamin, Kadaverin und Putrescin. Das ß-Imidazol-äthylamin ist bekanntlich einer der wirksamsten Stoffe desMutterkorns.

Über das Sojabohnenöl sind wir durch Emil Mabx, s )

KOBENTSCHEWSKI Und A. ZlMMEEMANN, 4 ) C. OETTINGEB Und

F. Buchta, 5 ) S. Keimatsu, 6 ) sowie endlich durch H. Matthesund A. Dahle 7 ) sehr gut informiert. Letztere 8 ) untersuchtengleichzeitig auch die Phytosterine dieses Öles. Seit der WienerWeltausstellung in den siebziger Jahren hatte sich in Europadie Irrlehre verbreitet, das Sojaöl gehöre in die pharmakologischeGruppe des Erotonöles und sei daher als Gift, aber nicht alsNahrungsmittel zu betrachten. Maex in Hongkong widersprachschon 1900 dieser Anschauung, indem er darauf hinwies, dassin Newschwang seit langer Zeit Sojaöl für Speisezwecke ingrossen Mengen gepresst werde und immer raschen Absatz finde.Erkrankungen danach kämen überhaupt nicht vor. Währenddes russisch-japanischen Krieges hatten der Arzt Koeentschewskiund der Apotheker Zimmermann in Charbin lange Zeit hindurchGelegenheit, festzustellen, dass das Sojaöl als Speiseöl dort all-gemein verwandt und von allen gut vertragen wurde. Siestellten selbst solches Öl teils durch Auskochen, teils durch

J ) Zeitschr. f. analyt. Chem. Bd. 48, 1909, S. 623.

' 2 ) Kochern. Zeitsohr. Bd. 28, 1910, S. 16.

3 ) Ölfabrikation in China. Seifensiederzeitung 1900, No. 36, S. 351.

*) Chemiker-Zeitung- 1905, No. 58, S. 777.

6 ) Zeitschr. f. angew. Chemie Jahrg. 24, 1911, No. 18, S. 828.

) Chemiker-Zeitung 1911, S. 839.

') Archiv der Pharmazie Bd. 249, 1911, S. 424.

9 ) Ebenda S. 436.