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Cobnevin J ) konnte jedoch bei Tierversuchen mit Pferden, Kindern.Schafen und Ziegen in Blättern, Zweigen, Blüten, Hülsen undSamen der Robinie kein Gift entdecken. Ich habe darauf hinmeine eigenen Versuche wiederholt und muss die mit Lau ge-machten Angaben über die giftigen Wirkungen des Robins alsauf der Unreinheit oder schlechten Löslichkeit oder den über-mässig grossen Dosen des damals benutzten Präparates beruhendjetzt zurückziehen. Ich habe mit grosser Sorgfalt genau nachderselben Methode, wie ich alle bisher besprochenen Aggluti-nantien dargestellt habe, ganz frische sowohl grüne als graueRobinienrinde verarbeitet und dabei ein Präparat erhalten, welches,wie die untenstehende Tabelle zeigt, energisch auf einige Blut-arten wirkt, aber in Mengen von 1—10 ccm der 0.4°/„igenLösung subkutan eingespritzt für Kaninchen ungiftig ist. Ichkann daher die nach Genuss schon kleiner Mengen vonRobinienrinde bei Menschen und Tieren eingetretenenVergiftungserscheinungen nicht auf das Robin beziehen,sondern vermute, dass das Alkaloid oder Glykosid derRinde das Giftige ist. Weiteres über Robin wird HerrWakulenko publizieren. In der ausserordentlich stark giftigenRobinia Nicou scheint ja ebenfalls ein Alkaloid oder Glykosiddie Wirkungen zu bedingen. Da das Robin der Rinde also vonmir nicht mehr als in kleinen Dosen giftig angesprochen werdenkann, muss ich es in die Gruppe der Phasine, d. h. der ungiftigenAgglutinantien (vergl. S. 56) einreihen. Die Angaben der nach-stehenden Tabelle beziehen sich auf asche- und wasserfrei ge-rechnetes Robin der Rinde. Die Ausbeute betrug 0.7 % derlufttrockenen Rinde, der Aschegehalt des Präparates 11.78 °/ 0 .
(Siehe die Tabelle auf S. 83.)
Wie die Tabelle zeigt, wirkt das reine Robin derRinde auf einzelne Blut- bezw. Blutkörperchenartennoch bei sehr grosser Verdünnung total agglutinierend.Auch Krähenblut, für das ich keine genaueren Zahlen besitze,wird stark agglutiniert. Lau fand das Krähenblut ganz besondersempfindlich. Das Blut des Hundes wurde bei Laus Versuchennicht agglutiniert; ich habe ergänzend nachgewiesen, dass auchdie fast serumfreien Hundeblutkörperchen sich zu Agglutinations-
] ) Journal de Lyon 1893. Mir im Original nicht zugängig'.