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1 (1913)
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A. G. Peekin, andererseits von E. Schmidt 1 ) untersucht wordenist. Über seine Wirkung ist mir nichts bekannt. In der Rindekommt es nicht vor. Wohl aber fand Power in der Rinde eineandere glykosidische Substanz, die er für Syringin oderGlykosyringinsäure anspricht. Das gewöhnliche Syringinder Syringa ist nicht giftig. Ein von Power in der Robinien-rinde gefundenes Harz ist, wie er fand, ebenfalls ungiftig. End-lich fand der Genannte eine oder mehrere alkaloidartige Sub-stanzen zersetzlicher Art, über deren Wirkung wir nichtswissen, die aber wohl giftig sein könnten.

Jedenfalls steht fest, dass die Robinienrinde sowohlauf Menschen als auf Haustiere vereinzelt giftig gewirkthat. Wie L. Lewin 2 ) berichtet, erkrankten drei Rinder eineStunde nach dem Kauen von Robinienrinde an Schlafsucht,Stupor, Pupillenerweiterung und Krampfbewegungen. Das eineRind wurde totenblass, hatte keinen Pulsschlag, livide Lippen,eingesunkene Augen und lag ziemlich reaktionslos da. Erstdurch Stimulantien wurde Besserung geschafft. Bei einer vonEmery 3 ) beschriebenen Massenvergiftung von 32 Knaben, diedie innere Rinde der Robinie assen, traten ähnliche Erscheinungenauf; zum Teil erinnerten diese an Cytisinvergiftung. VereinzelteNotizen über Locust-tree-poisoning von Menschen sind mir ausder amerikanischen Literatur bekannt. Coltmann 4 ) sah nachGenuss der abgekochten Blätter Fieber, Zungenschwellung, Haut-ödem eintreten. Von Haustiervergiftungen sind namentlich solchevon Pferden zu nennen. Wolberg 5 ) berichtet, dass siebenPferde nach Genuss der Robinienrinde erkrankten und dreistarben. Zapel 6 ) sah ebenfalls mehrere Pferde danach schwererkranken. Die Darmperistaltik hörte auf, der Blick wurdestier, die Puls- und Atemfrequenz sehr erhöht. Im Hinterkörpertrat Schwäche, ja vollkommene Lähmung ein. Die Sektion ergabwässrigen Darminhalt, Rötung der Darmschleimhaut und Lungen-ödem. Aus Frankreich wurde 1893 der Tod von sechs Militär-pferden und drei Kühen nach Genuss unserer Rinde gemeldet.

J ) Über das Robinin und das Robin. Apotheker-Ztg. 1901, No. 41, S. 357."-) Lehrbuch der Toxikologie, II. Aufl. (Wien 1897), S. 283.

3 ) American Journ. of Pharm. 1887.

4 ) Med. and surg. Reporter 61, 1889, p. 236.

5 ) Apotheker-Ztg. Jahrg. 1890, No. 96, S. 735.

6 ) Zeitsc.hr. f. Veterinärkunde 1891, S. 456 und 1894, S. 42.

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