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matisclie Mengen von Rizinus wiederzufinden und nachder biologischen Methode zu isolieren.
Erst nachdem dies festgestellt war, konnte ich darangehen, eingesandte fragliche Erdnusskuchen auf Rizinus zuuntersuchen.
4. Über die Untersuchung einiger eingesandter giftigerErdnusskuchen.
In den Jahren 1911 und 1912 habe ich wiederholt Erdnuss-kuchen, nach deren Verfütterung heftige Durchfälle und sonstigefür Rizin charakteristische Erscheinungen eingetreten waren,zu untersuchen gehabt. Es genüge, den jüngsten dieser Fälleetwas ausführlicher mitzuteilen.
Am 4. Mai 1912 meldete mir der Vorstand der Landw.Versuchsstation Hohenheim, dass dort vor einiger Zeitein Erdnusskuchen beanstandet worden war, weil sich beipharmakognostischer Untersuchung dariu sehr grosse Mengenvon Rizinusbestandteilen nachweisen Hessen. Der Lieferantproduzierte daraufhin das bekannte, schon so oft abgegebeneGutachten von Prof. Schmidt in Hamburg, dahin lautend, dasszwar zugegeben werde, es seien Rizinusbestandteile vorhanden,aber es werde bestritten, dass diese schädlich wirkten. Sokam es zur Klage. Ich sollte nun die Schädlichkeit oder Un-schädlichkeit der Kuchen von meinem Standpunkte aus prüfen.
Zunächst stellte auch ich mikroskopisch reichlich Schalen-bestandteile von Rizinus fest. Diese sind ja aber an sich nichtbeweisend, da sie, wie wir wiederholt erwähnt haben, im kern-freien Zustand ungiftig sind. Immerhin rechtfertigten sie dochden Verdacht, dass auch Kernbestandteile von Rizinus anwesendsein möchten.
Nun wurden 60 g des fraglichen Mehles mit der fünffachen Mengephysiol. Kochsalzlösung 24 Stunden lang nach Zusatz von 1 ccm Toluol bei38° C. extrahiert, dann abgepresst, die Flüssigkeit neutralisiert und in zweiTeile geteilt. Der erste Teil wurde direkt verwendet, der andere erst nacheinstündigem Erhitzen auf 70° C. Von beiden Portionen wurden Mengenvon 1—5 ccm zu je 5 ccm 2°/ 0 Taubenblutkochsalzgemisch gesetztund dann alle Gläschen mit physiol. Kochsalzlösung auf 10 ccm aufgefüllt.Schon nach 3 Stunden waren sämtliche Gläschen, welche den bei 38° ge-wonnenen Auszug enthielten, agglutiniert und zwar in Form eines festenKuchens. Von den auf 70° erhitzten Auszugsportionen waren nach 3 Stundenwenigstens die mit 5 und mit 4 ccm fest agglutiniert. Die andern erreichten
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