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Anorganische Chemie.
übrigen Hydrüre aber Gase vorstellen; cf. pag. 31. Den
Vihöchsten Oxyden, ROs, der Elemente der un-paaren Reihen, entsprechen die Säuren, SOiH-2,Se Oi H2, Te Oi Hi. Ebenso besitzen die höchsten
viOxyde, ROs, der Metalle der paaren Reihen,also des Chroms, Molybdäns, 1 ) Wolframs 2 ) und
In der Reihe »Schwefel, Selen, Tellur« zeigt sich wieder deutlichdie Zunahme des metallischen Habitus mit steigendem Atom-Gewicht: Schwefel ist nur metalloid, Selen in der krystallmenModification metallähnlich, während Tellur in seinen physikalischenEigenschaften überhaupt Metallcharakter aufweist; cf. pag. 31, Anm. 2.Allerdings erleidet im chemischen Verhalten der metallo'fde Habitus derdrei Elemente keine so in die Augen fallende Veränderung. Aber esbesitzt das Tellurtrioxyd, TeOs, eine gelbe, in Wasser unlös-liche Masse, mehr die Eigenschaften eines Metallsäureanhydrids,wie z. B. das Molybdäntrioxyd, M0O3.
') Molybdän, Mo = 95.6, findet sich hauptsächlich als Molybdän-glanz (Wasserblei), Mo Sa, und als Gelbbleierz, MoOiPb. DurchRösten von Molybdänglanz entsteht das MolylMliiutrioxjd, Mo Os,ein.weisses, krystallines Pulver, welches den Chromaten und Sulfatenanaloge Salze, die Molybdate, liefert. In Wasser und Säuren istdas Molybdäntrioxyd unlöslich; concentrirtes Ammoniak löstes zu dem Ammoniumsalz, Mo04(NH4)s, aus dessen Lösung beimVerdunsten das käufliche AinittOniummolyMat, M07 O24(NHi)6 •4 H2 ü, krystallisirt. Die salpetersaure Lösung des letzteren dientals Reagens auf Phosphor- und Arsensäure. Wird Molybdän-trioxyd, gemengt mit Holzkohle, der stärksten Hitze eines Gebläse-ofens ausgesetzt, so resultirt das silberweisse, sehr harte, sehr schwerschmelzbare metallische Molybdän; spec. Gew. 8.6. Ausser Ver-
VIbindungen der Form, R Xe, liefert das Molybdän noch Körper der
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Form RXs, RXs, RX4, RXs. — Durch Zusammenschmelzen vonAmmo niummolybdat mit Phosphorsäure und vorsichtiges Be-handeln der erkalteten Schmelze mit Wasser erhält man die schönblaue Lösung von Molybdänfarbstoff, welcher Seide direct und absolutlichtächt anfärbt. F. W. S.
2 ) Wolfram, Wo == 183.5, kommt in der Natur ziemlich verbreitetvor, und zwar als Wolframerz, WoOjFe, Scheelit oder Tung-stein, WoOiCa, seltener als Scheelbleierz, Wo04.Pb. Bei derReduction von Wolframtrioxydj Wo Os, welches durch Zersetzenvon Scheelit mit Salpetersäure in Form eines gelben W asser-und Säure-unlöslichen Pulvers erhalten wird, im Wasserstoffstromresultirt metallisches Wolfram als hellgraues, sprödes, sehr schwerschmelzbares, körniges Pulver; geschmolzen, besitzt es eine weisse Farbeund das spec. Gew. 19.1. In Alkalien löst sich Wolframtrioxyd