Lapis lazuli. Elemente der IV. Gruppe.
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Cement ist wahrscheinlich ein Doppelsilicat vonCalcium und Aluminium; cf. pag. 128, Anm. 1.
Auch der blaue Lasurstein, lapis lazuli, ist einDoppelsilicat von Aluminium mit Natrium, das ausserdemnoch Schwefel enthält; seine Constitution kennt man bisjetzt noch nicht. Er wird als Edelstein sehr geschätztund sein schön blaues Pulver kam früher unter demNamen »Ultramarin« als kostbare Substanz in denHandel. Gegenwärtig stellt man letzteres künstlich dardurch Erhitzen eines Gemenges von Thon, Soda oderNatriumsulfat, Schwefel und Holzkohle. 1 )
Bei den Elementen der IV. Gruppe:2. Kohlenstoff,
3. Silicium,
4. Titan,6. Zirconium,8. Cer, 2 )12. Thorium, 3 )
5. Germanium,7. Zinn,11. Blei,
') Zuerst wird bei Luftabschluss erhitzt, wobei eine grüneMasse — das »grüne Ultramarin« entsteht. Dies wäscht man mitWasser und erhitzt es nach dem Trocknen mit Schwefelpulver beiLuftzutritt gelinde bis zum Auftreten der gewünschten Blaufärbung —»blaues Ultramarin«. Salzsäure zersetzt das Ultramarin, indem dieblaue Farbe unter Abscheidung von Schwefel und Freiwerden vonSchwefelwasserstoff verschwindet, weshalb im Ultramarin neben demNatriumaluminiumsilicat noch die Existenz eines Natriumpolysulfidesangenommen wird. Auch »violettes« und »rothes Ultramarin«lässt sich darstellen, wenn man über das gewöhnliche Ultramarinzwischen 100 bis 150° Luft und Chlorwasserstoff leitet.
2 ) Das Cer, Ce = 141.1, bildet, entsprechend der für die
IVIV. Gruppe charakteristischen Oxydform, ROj, das Dioxyd, Ce Oa,ein weisses, schwach gelbstichiges Pulver, dessen Salze, die Cerisalze,
IIIroth oder gelb sind. Vom Cer kennt man noch das Oxyd, Cea Os,ein bläulich graues Pulver, das mehr basische Natur besitzt als dasDioxyd und die Cerosalze liefert; vgl. auch pag. 169, Anm. 1.
S ) Vgl. pag. 37, Anm. 1.