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Anorganische Chemie.
Schwefelwasserstoff erzeugt in schw'ach saurenWismuthsalzlösungen einen braunschwarzen Nieder-schlag von Schwefelwismuth, Bi^Sa, Wisnmthsulfid.unlöslich in Schwefelalkalien, löslich in warmer, verdünnterSalpetersäure. 1 )
Alkalische Zinnchlorürlösung fällt aus Wismuth-salzlösungen schwarzes Wismuthoxydul, BiO; sehrcharakteristisch für Wismuth; 2 ) cf. pag. 217, Anm. 1.
Alle Wismuthverbindungen geben mit Soda aufKohle vor dem Löthrohr spröde Met allkörn er nebsteinem gelben — in der Hitze dunkelgelben — Beschlag(BiaOs); Probe auf Bi.
Der VI. Gruppe gehören an:2. Sauerstoff,
3. Schwefel,4. Chrom
5. Selen,6. Molybdän,
7. Tellur,10. Wolfram,
12. Uran. 3 )
Das typische Element, der Sauerstoff, und dieElemente der unpaaren Reihen, der Schwefel,
*) Die Unlöslichkeit des Schwefelwismuths in Schwefel-ammon unterscheidet dasselbe von den Sulfiden des As, Sb,Sri, die Löslichkeit in verdünnter Salpetersäure vom IlgS.
2 ) Zum Nachweis des Wismuths suspendirt man am besten dasfrisch gefällte Wismuthhydroxyd in Natronlauge und fügt einenTropfen Zinnchloriir hinzu; das weisse Hydroxyd verwandelt sichbeim Schütteln sofort in schwarzes Wismuthoxydul, F. W. S. —Ausser dem Bi O und Bh Os kennt man noch ein Wismuthtetroxyd,Bia04, und ein Wismuthpentoxyd, BisOs; cf. pag. 229, Anm. 3. DasPentoxyd entsteht beim Erhitzen der Wismuth säure, BiOjH, auf130°. Diese erhält man beim Einleiten von Chlor in eine Suspensionvon Wismuthoxyd in Kalilauge in Form eines rothen Pulvers. Dieletzteren Verbindungen sind beweisend für die Pentavalenz desWismuths und dessen Zugehörigkeit zur V. Gruppe des Systems.
S ) Vgl. pag. 37 Anm. 1.