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Anorganische Chemie.
= PbCU -\- 2 H2O. Stark erhitzt, zerfällt das Bleidioxydebenso wie die Mennige, in Bleioxyd und Sauerstoff.Bleidioxyd ist das Anhydrid der Bleisäure, PbOsHä,welche bei der Elektrolyse von Bleisalzen am positivenPol als blauschwarze, glänzende Substanz sich absetzt. 1 )
Mit Soda auf Kohle vor dem Löthrohr geschmolzengeben alle Bleiverbindungen ein dehnbares Metall-korn, neben einem gelben Beschlag von Oxyd.
Zink fällt das Blei aus seinen Lösungen in glänzendenKrystallblättern (Bleibaum).
Alle Bleiverbindungen färben die nichtleuchtendeFlamme fahlblau; das Spectrum derselben zeigtcharakteristische Linien im Grün; die letzteren drei Re-actionen können ebenfalls zum Nachweis des Bleis be-nützt werden.
Die V. Gruppe umfasst die Elemente:2. Stickstoff,
3. Phosphor,
4. Vanadin,
6. Niob,
5. Arsen,
der Analyse als Oxydationsmittel benützt. — Nach Fr edrichbildet das Bleitetrachlorid, PbCU, durch Einwirkung von concen-trirter Schwefelsäure auf das Ammoniumsalz, PbClo (Mb)», dar-gestellt, eine klare, gelbe, das Licht stark brechende, an der Luftrauchende Flüssigkeit.
J ) Ferner geht Bleidioxyd beim Erwärmen mit concentrirterKalilauge in Lösung und beim Erkalten scheiden sich Krystalle vonfoleisaurem Kalium, PbOsKa • 3 II2O, Kaliumflumbat ab. Die Lösungdieses Salzes gibt mit Kaliumplumbit, Pb(OK)», einen gelben Nieder-schlag, PbsCU ■ HaO, der bei gelindem Erwärmen in die rothe Mennige,PbsOi, sich verwandelt, welches Verhalten die angegebene Constitu-
IV IItion der Mennige, PbCUPba, durchaus bestätigt. — Alle diese Ver-bindungen beweisen zur Genüge die Vierwerthigkeit des Bleis;
IVeine weitere Stütze für dieselbe ist das Bleitetraäthyl, Pb (C2 Hs)4,cf. »Organische Chemie«.